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Dr. Nüchel
SelbstzahlerDurchführung: Ärztin/ArztÄsthetik

Kryolipolyse mit Stoßwelle

Kontrollierte Kälte verkleinert umschriebene Fettdepots an Bauch, Flanken oder Kinn ohne Operation. Eine Stoßwellenbehandlung schließt sich an.

  • Dauerca. 75 Min. je Sitzung
  • Ausfallzeitpraktisch keine
  • Wirkdauerlangfristig bei stabilem Gewicht
  • Sitzungenmeist 1–2 je Areal
  • Preisab 250 €
Zum Bereich
Areale
Eingesetzte Technik

Was ist das?

Manche Fettpolster bleiben trotz normalem Körpergewicht und regelmäßiger Bewegung. Typisch sind Bauch, Hüften und Flanken, die Außenseite der Oberschenkel (Reiterhosen) oder das Doppelkinn. Wo sich solche Depots bilden, ist zu einem großen Teil anlagebedingt. Die Kryolipolyse behandelt sie ohne Operation und ohne Spritze.

Das Prinzip ist physikalisch: Fettzellen reagieren empfindlicher auf Kälte als Haut, Muskeln, Gefäße und Nerven. Ein Applikator saugt das Fettpolster mit Vakuum an und kühlt es etwa 60 Minuten lang kontrolliert herunter. Die geschädigten Fettzellen baut der Körper in den folgenden Wochen selbst ab. Zur Gewichtsreduktion eignet sich das Verfahren nicht; es formt klar abgrenzbare Depots bei normalgewichtigen Personen.

In unserer Praxis folgt auf die Kältebehandlung im selben Termin eine Behandlung mit unfokussierten Stoßwellen. Sie sollen Durchblutung und Lymphabfluss im Areal anregen und so den Abtransport der Abbauprodukte unterstützen.

Für wen?

  • Umschriebene Fettdepots am Bauch, an Hüften und Flanken oder am Gesäß
  • Reiterhosen an der Außenseite und Fettpolster an der Innenseite der Oberschenkel
  • Doppelkinn, behandelt mit dem kleinen Applikator
  • Oberarme sowie Fettpolster am Rücken und im BH-Bereich
  • Kleine, klar abgrenzbare Depots, die sich trotz Sport und Ernährung nicht zurückbilden
  • Normalgewichtige Personen, die für kleine Areale eine Alternative zur Fettabsaugung suchen
  • TODO: Bestätigen, dass das Gesäß zu den behandelten Arealen gehört (nur skinstyle-kosmetik.de nennt es; die Ästhetik-Seite und drnuechel.de nicht; kosmetik/fettabbau.ts führt es ebenfalls).

Ablauf

  1. 1

    Beratung und Voruntersuchung

    Der Arzt beurteilt das Fettdepot und die Beschaffenheit von Haut und Gewebe. Sie erfahren, wie das Verfahren wirkt, welches Ergebnis realistisch ist und welche Nebenwirkungen und Alternativen es gibt. Vorerkrankungen und Gegenanzeigen, etwa Kälteerkrankungen, fragen wir gezielt ab.

  2. 2

    Vorbereitung und Ansetzen des Applikators

    Wir vermessen und markieren das Areal und legen ein Gel-Fleece auf, das die Haut vor der Kälte schützt. Dann setzen wir den passenden Applikator an; die Handstücke gibt es in drei Größen. Ein Vakuum saugt das Fettpolster in den Applikator.

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    Kontrollierte Kühlung

    Das angesaugte Gewebe kühlt auf die eingestellte Temperatur ab und bleibt dort etwa 60 Minuten. Ein gepulstes Vakuum, in zehn Stufen einstellbar, unterstützt währenddessen Durchblutung und Lymphabfluss. Das Ansaug- und Kältegefühl der ersten Minuten lässt meist nach, sobald das Areal taub wird.

  4. 4

    Stoßwellenbehandlung im Anschluss

    Nach dem Abnehmen des Applikators behandeln wir das Areal mit unfokussierten Stoßwellen. Das Handstück gleitet Bahn für Bahn über die Haut; spürbar ist das als Klopfen. Die Intensität passen wir Ihrem Empfinden an.

  5. 5

    Ergebnis und Kontrolle

    Direkt danach ist das Areal kühl, gerötet und fest. Der Abbau der Fettzellen läuft über mehrere Wochen. Beim Kontrolltermin beurteilen wir das Ergebnis gemeinsam und besprechen, ob eine zweite Sitzung sinnvoll ist.

Technologie oder Wirkstoff

Die Zahl der Fettzellen in einer Körperregion ist weitgehend angelegt. Bei einer Gewichtsabnahme schrumpfen die Zellen, ihre Zahl bleibt nahezu gleich. Deshalb halten sich einzelne Depots so hartnäckig. Hier setzt die Kryolipolyse an: Kühlt man Fettgewebe etwa 60 Minuten lang auf eine definierte Temperatur, leiten die Fettzellen einen programmierten Zelltod ein (Apoptose). Haut, Muskulatur, Gefäße und Nerven bleiben davon weitgehend unberührt, weil sie auf Kälte weniger empfindlich reagieren.

Wir arbeiten mit einem Kryolipolyse-System, dessen Applikatoren es in drei Größen gibt; so lassen sich auch kleine Areale wie das Doppelkinn behandeln. Das System hält die gewählte Temperatur kontrolliert und gleichmäßig; darauf beruhen Ergebnis und Sicherheit gleichermaßen. Das gepulste Vakuum lässt sich in zehn Stufen einstellen, auch während der Behandlung. Ein Gel-Fleece zwischen Applikator und Haut schützt die Hautoberfläche.

Die abgestorbenen Fettzellen bauen körpereigene Fresszellen (Makrophagen) über mehrere Wochen ab. Der Abtransport läuft über das Lymphsystem und den Leberstoffwechsel. Deshalb zeigt sich das Ergebnis allmählich über Wochen.

Für die Nachbehandlung nutzen wir ein Gerät für unfokussierte Stoßwellen. Stoßwellen stammen aus der Orthopädie und Physiotherapie. Unfokussiert heißt: Die Energie verteilt sich über ein größeres Areal, statt sich in einem Punkt zu bündeln. Sie sollen die Durchblutung der Haut und die Verstoffwechselung der Fettzellen anregen und über die Bildung von Kollagenfasern das Bindegewebe festigen.

TODO: Gerätenamen bestätigen: skinstyle-kosmetik.de nennt das Kryolipolyse-System ZLipo und das Stoßwellengerät Z Wave (Zimmer MedizinSysteme), drnuechel.de nur einen „namhaften deutschen Hersteller“; erst nach Bestätigung durch die Praxis die Namen in Text und Chips aufnehmen.

Was Sie realistisch erwarten können

  • Direkt nach der Sitzung sehen Sie noch keine Veränderung. Das Areal ist zunächst gerötet, geschwollen und fest.
  • Der Fettabbau läuft über mehrere Wochen. Das Ergebnis lässt sich nach etwa acht bis zwölf Wochen beurteilen.
  • Je nach Körperregion reichen oft ein bis zwei Behandlungen je Areal. Wie viele es bei Ihnen sind, hängt von Größe und Beschaffenheit des Depots ab.
  • Bei stabilem Körpergewicht kann das Ergebnis lange anhalten. Nimmt das Gewicht zu, kann sich auch das behandelte Areal wieder verändern.
  • Die Stoßwellenbehandlung im Anschluss beruht auf unserer Praxiserfahrung. Die Studienlage dazu ist begrenzt; ein zusätzlicher Effekt lässt sich nicht zusagen.
  • Die Kryolipolyse formt Konturen. Ein Verfahren zur Gewichtsreduktion ist sie nicht.
  • Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.

Risiken und Nebenwirkungen

  • Rötung, Schwellung und KältegefühlDirekt nach der Behandlung ist das Areal gerötet, geschwollen, kühl und vorübergehend fest. Diese Reaktionen klingen meist innerhalb von Minuten bis einigen Tagen ab.
  • Vorübergehendes TaubheitsgefühlDie Kälte kann die Hautempfindung im Areal für einige Tage bis wenige Wochen vermindern. Diese Störung bildet sich in aller Regel vollständig zurück.
  • Druckempfindlichkeit und MuskelkatergefühlIn den Tagen nach der Behandlung kann das Areal druckempfindlich sein; manche beschreiben ein ziehendes oder muskelkaterähnliches Gefühl. Auch das ist vorübergehend.
  • BlutergüsseDas Ansaugen mit Vakuum und die Stoßwellen können kleine Blutergüsse oder punktförmige Einblutungen verursachen. Sie verblassen nach einigen Tagen. Unter gerinnungshemmenden Medikamenten ist die Neigung dazu stärker.
  • Paradoxe Fettgewebsvermehrung (PAH)Sehr selten vergrößert sich das behandelte Depot über Monate, statt kleiner zu werden. Diese paradoxe Adipozytenhyperplasie ist nicht gesundheitsschädlich, kann das Ergebnis aber beeinträchtigen und gegebenenfalls eine operative Korrektur (Fettabsaugung) nötig machen.
  • Kälteschäden der Haut (sehr selten)Bei unsachgemäßer Anwendung sind Erfrierungen oder umschriebene Hautschäden denkbar. Das schützende Gel-Fleece, die kontrollierte Temperaturführung und die ärztliche Überwachung halten dieses Risiko sehr gering.
  • Reaktionen auf die StoßwellenNach der Stoßwellenbehandlung ist das Areal häufig gerötet und warm, gelegentlich leicht geschwollen. Auf gereizter oder sonnenverbrannter Haut kann die Behandlung unangenehm sein; dann verschieben wir sie.
  • Anhaltende Schmerzen oder MissempfindungenIn seltenen Fällen halten Schmerzen oder Missempfindungen länger an als die üblichen Tage. Sind Beschwerden ungewöhnlich stark oder klingen sie nicht ab, melden Sie sich bitte bei uns.

Wann wir nicht behandeln

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Kälteassoziierte Erkrankungen wie Kälteagglutinin-Krankheit, Kryoglobulinämie, paroxysmale Kältehämoglobinurie oder Kälteurtikaria
  • Durchblutungsstörungen wie das Raynaud-Syndrom
  • Hernien (etwa Nabel- oder Leistenbruch) im oder am Rand des Behandlungsgebiets
  • Offene, entzündete oder erkrankte Haut im Behandlungsareal
  • Deutliches Übergewicht oder Adipositas: Hier ist die Kryolipolyse nicht die geeignete Methode
  • Relevante Gerinnungsstörungen oder gerinnungshemmende Medikamente (ärztliche Abwägung im Einzelfall)
  • Ausgeprägte Gefühlsstörungen (Neuropathien) im Behandlungsareal
  • Frische Narben oder Implantate im Behandlungsgebiet ohne ärztliche Freigabe
  • Für die Stoßwellenbehandlung zusätzlich: elektronische Implantate wie Herzschrittmacher oder Defibrillator in der Nähe des Areals, frische Thrombose oder ausgeprägte Venenerkrankung im Areal

Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.

Vor- und Nachsorge

Vorbereitung

  • Kommen Sie mit stabilem Körpergewicht zur Behandlung. Die Kryolipolyse formt Konturen, sie ersetzt keine Gewichtsreduktion.
  • Das Behandlungsareal sollte reizfrei sein: keine offene oder entzündete Haut, kein frischer Sonnenbrand.
  • Besprechen Sie gerinnungshemmende Medikamente vorab mit uns. Setzen Sie sie nie eigenmächtig ab.
  • Informieren Sie uns über Erkrankungen, Medikamente und Implantate, besonders über Herzschrittmacher oder Defibrillator.
  • Tragen Sie bequeme Kleidung, unter der das Areal gut zugänglich ist, und planen Sie etwa 75 Minuten ein.

Nachsorge

  • Eine kurze Massage des Areals direkt nach der Behandlung unterstützt die Erwärmung. Wir zeigen Ihnen, wie.
  • Sie sind sofort wieder alltagsfähig. Ein vorübergehendes Taubheits- oder Spannungsgefühl ist normal.
  • Trinken Sie in den folgenden Tagen ausreichend Wasser und bewegen Sie sich normal. Das unterstützt den Abtransport der Abbauprodukte.
  • Verzichten Sie am Behandlungstag auf Sauna und sehr heiße Bäder und schützen Sie das Areal vor intensiver Sonne, solange die Haut gerötet ist.
  • Haben Sie Geduld: Das Ergebnis entwickelt sich über mehrere Wochen und lässt sich nach etwa acht bis zwölf Wochen beurteilen.
  • Melden Sie sich bei ungewöhnlich starken Schmerzen, anhaltender Taubheit, Hautverfärbungen oder Blasenbildung umgehend bei uns.
  • Nehmen Sie den Kontrolltermin wahr. Erst dann lässt sich beurteilen, ob eine zweite Sitzung sinnvoll ist.

Kosten und Erstattung

Die Kryolipolyse ist eine Selbstzahlerleistung. Wir rechnen privatärztlich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab; Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht.

Richtwerte aus der Preisliste: kleiner Bereich (zum Beispiel Doppelkinn oder Oberarme) 250 €, großer Bereich (zum Beispiel Bauch oder Flanken) 350 €. Wie viele Areale und Sitzungen nötig sind, besprechen wir in der Voruntersuchung.

TODO: Bestätigen, ob der Richtwert je Bereich die Stoßwellen-Nachbehandlung einschließt (die Preisliste nennt nur die Kryolipolyse).

Das ausführliche Beratungsgespräch (50 €) verrechnen wir mit einer anschließenden Behandlung.

Kryolipolyse
KryolipolyseRichtwert
Kleiner Bereichz. B. Doppelkinn, Oberarme250 €
Großer Bereichz. B. Bauch, Flanken350 €

Die Anzahl der nötigen Areale und Sitzungen besprechen wir in der Voruntersuchung.

Alle Preise sind Richtwerte zur ersten Orientierung. Die ärztliche Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ); der endgültige Betrag richtet sich nach dem individuellen Aufwand und wird vor der Behandlung mit Ihnen besprochen. Für Behandlungen ohne Listenpreis nennen wir Ihnen den Richtwert im Beratungsgespräch. Zur Preisliste

Wirkprinzip und Evidenz

Die Kryolipolyse ist seit vielen Jahren im Einsatz. Das Prinzip der selektiven Kältewirkung auf Fettzellen ist wissenschaftlich beschrieben. Für geeignete Areale ist eine messbare Abnahme der Fettschichtdicke bei insgesamt günstigem Sicherheitsprofil beschrieben.

Das Ansprechen ist individuell verschieden, und nicht jedes Areal eignet sich gleich gut. Seltene Nebenwirkungen wie die paradoxe Fettgewebsvermehrung sind beschrieben und gehören in die Aufklärung. Zur ergänzenden Stoßwellenbehandlung ist die Studienlage begrenzt; ein Wirkversprechen lässt sich daraus nicht ableiten.

Alternativen

Bei sehr kleinen Depots wie einem Doppelkinn kann die Injektionslipolyse eine Alternative sein. Bei größeren oder ausgeprägten Fettarealen ist häufig eine operative Fettabsaugung (Liposuktion) wirksamer; sie bieten wir nicht selbst an, sprechen sie in der Beratung aber offen an.

Steht das Körpergewicht insgesamt im Vordergrund und nicht ein einzelnes Fettpolster, ist unser medizinisches Gewichtsmanagement der geeignete Weg.

Quellen

  • AWMF-Leitlinienregister, S3-Leitlinie zur Prävention und Therapie der Adipositas (Abgrenzung von Konturbehandlung und Gewichtsreduktion)
  • TODO: konkrete Übersichtsarbeit zur Kryolipolyse und zur paradoxen Adipozytenhyperplasie (PAH) benennen; Beleg für die Kombination mit der Stoßwelle benennen, sonst bleibt sie allein als Praxiserfahrung beschrieben

Häufige Fragen

In den ersten Minuten können das Ansaugen des Applikators und die einsetzende Kälte als Ziehen oder Druck spürbar sein. Dieses Gefühl lässt meist deutlich nach, sobald das Areal taub wird; die Kühlphase empfinden die meisten als gut erträglich. Die Stoßwellen spüren Sie als Klopfen, die Intensität passen wir Ihrem Empfinden an.

Die paradoxe Adipozytenhyperplasie (PAH) ist eine seltene, in der Fachliteratur beschriebene Nebenwirkung: Statt kleiner zu werden, vergrößert sich das behandelte Depot über Monate. Sie ist nicht gesundheitsschädlich, kann aber das Ergebnis beeinträchtigen und eine spätere Korrektur, etwa eine Fettabsaugung, nötig machen. Wir sprechen dieses Risiko in der Aufklärung offen an.

Nein. Die Kryolipolyse formt kleine, umschriebene Fettdepots. Für Übergewicht oder großflächige Fettansammlungen ist sie nicht geeignet. Geht es um das Körpergewicht insgesamt, ist unser medizinisches Gewichtsmanagement der passende Weg.

Die unfokussierten Stoßwellen sollen Durchblutung und Lymphabfluss im Areal anregen und so den Abtransport der Abbauprodukte unterstützen. Die Studienlage dazu ist begrenzt, das Ansprechen unterschiedlich. Ein bestimmtes Ergebnis versprechen wir damit nicht.

Je nach Körperregion reichen oft ein bis zwei Behandlungen je Areal. Das hängt von Größe und Beschaffenheit des Depots ab. Ob eine zweite Sitzung sinnvoll ist, beurteilen wir beim Kontrolltermin nach etwa acht bis zwölf Wochen.

Indikationsstellung, Aufklärung und Voruntersuchung liegen in ärztlicher Hand. Die Auswahl geeigneter Patientinnen und Patienten, das Erkennen von Gegenanzeigen und der Umgang mit dem System sind ärztliche Aufgaben.

Ästhetik

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