Hautkrebs
Die drei Hauptformen, die wichtigsten Risikofaktoren und der Weg von der Vorsorge bis zur Nachsorge.
Was ist das?
Man unterscheidet drei Hauptformen von Hautkrebs: das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom, die zusammen als heller Hautkrebs bezeichnet werden, sowie das maligne Melanom, den schwarzen Hautkrebs. Hautkrebs nimmt weltweit deutlich zu, und das gilt in besonderem Maße für das maligne Melanom.
Häufige Sonnenbrände, Hautkrebsfälle in der eigenen Familie und eine große Zahl von Pigmentmalen erhöhen das Risiko. Bei Erwachsenen sind die sogenannten Sonnenterrassen besonders belastet, also die Stellen, an denen die Haut der UV-Strahlung am stärksten ausgesetzt ist: Nasenrücken, Augenpartie, Ohren, Lippen, Kinn, Schultern, Rücken, Gesäß und Fußrücken sowie bei Glatzenbildung die Kopfhaut.
Kinder brauchen einen ausreichenden Schutz vor der Sonne. Im ersten Lebensjahr sollte ein Kind grundsätzlich nicht der Sonne ausgesetzt sein.
Wie gut sich Hautkrebs behandeln lässt, hängt wesentlich davon ab, wie früh er erkannt wird. Dafür braucht es regelmäßige, jährliche Vorsorge- und Kontrolluntersuchungen. Wird einmal die Diagnose Hautkrebs gestellt, gehören zur Behandlung auch regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen. Diese Seite ist der Einstieg in das Thema; die einzelnen Untersuchungsverfahren, die Vorstufen des hellen Hautkrebses und den Sonnenschutz beschreiben wir auf eigenen Seiten.
Für wen?
- Jährliche Vorsorge- und Kontrolluntersuchung im Erwachsenenalter
- Häufige Sonnenbrände in der Vorgeschichte
- Hautkrebsfälle in der eigenen Familie
- Eine große Zahl von Pigmentmalen (Muttermalen)
- Neue oder sich verändernde Hautveränderungen
- Nachsorge nach einer bereits gestellten Hautkrebsdiagnose
Ablauf
- 1
Vorbeugen: Schutz vor UV-Strahlung
Vorbeugung beginnt mit dem Schutz vor der Sonne, bei Kindern von Anfang an. Welche Regeln wir dafür empfehlen, lesen Sie auf der Seite Sonnenschutz.
- 2
Die eigene Haut im Blick behalten
Zwischen den Terminen können Sie Ihre Pigmentmale selbst beobachten. Worauf Sie dabei achten und wann Sie sich zeitnah vorstellen sollten, erklärt die Seite Hautkrebsvorsorge und Hautcheck.
- 3
Jährliche Vorsorge- und Kontrolluntersuchung
Einmal im Jahr untersuchen wir die gesamte Haut. Welche ergänzenden Verfahren wir dabei einsetzen, etwa den FotoFinder-Muttermalatlas, den 20-MHz-Ultraschall oder die Impedanzspektroskopie, beschreibt die Seite Hautkrebsvorsorge und Hautcheck.
- 4
Abklärung und Behandlung auffälliger Befunde
Bleibt ein Befund auffällig, entfernen wir ihn und lassen ihn feingeweblich (histologisch) untersuchen. Diese Eingriffe nehmen wir in unseren Eingriffsräumen vor, in der Regel ambulant und in örtlicher Betäubung. Vorstufen des hellen Hautkrebses, die aktinischen Keratosen, behandeln wir unter anderem mit der photodynamischen Therapie.
- 5
Nachsorge nach der Diagnose
Wurde ein Hautkrebs festgestellt, sind neben der Behandlung regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen notwendig. Die Abstände legen wir nach Befund gemeinsam mit Ihnen fest.
Was Sie realistisch erwarten können
- Die Kontrolluntersuchung umfasst die gesamte Haut, auch schwer einsehbare Stellen.
- Empfohlener Rhythmus: in der Regel einmal im Jahr.
- Ist eine Entfernung notwendig, erfolgt sie in der Regel ambulant und in örtlicher Betäubung; das Gewebe geht zur feingeweblichen Untersuchung.
- Nach einer Hautkrebsdiagnose kommen regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen hinzu.
- Kinder sollten im ersten Lebensjahr nicht der Sonne ausgesetzt sein; danach brauchen sie einen ausreichenden Sonnenschutz.
Risiken und Nebenwirkungen
- Häufige SonnenbrändeJeder Sonnenbrand belastet die Haut. Häufige Sonnenbrände, besonders in der Kindheit, erhöhen das Risiko für Hautkrebs.
- Hautkrebs in der FamilieHautkrebsfälle in der eigenen Familie erhöhen das persönliche Risiko. Nennen Sie uns solche Fälle beim Vorsorgetermin.
- Viele PigmentmaleEine große Zahl von Pigmentmalen ist ein weiterer Risikofaktor. Der Muttermalatlas hilft, Veränderungen über die Zeit zu erkennen.
- SonnenterrassenNasenrücken, Augenpartie, Ohren, Lippen, Kinn, Schultern, Rücken, Gesäß, Fußrücken und bei Glatzenbildung die Kopfhaut sind der UV-Strahlung besonders ausgesetzt und verdienen besonderen Schutz.
- Späte ErkennungWie gut sich ein Hautkrebs behandeln lässt, hängt wesentlich davon ab, wie früh er erkannt wird. Regelmäßige Kontrollen und die Selbstkontrolle der Haut sind deshalb wichtig.
Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.
Kosten und Erstattung
Das gesetzliche Hautkrebs-Screening übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel ab 35 Jahren alle zwei Jahre. Ergänzende Verfahren wie der FotoFinder-Muttermalatlas sind in der Regel IGeL-Leistungen; Einzelheiten stehen auf der Seite Hautkrebsvorsorge und Hautcheck.
Abklärung, Entfernung und Nachsorge eines Hautkrebses sind bei medizinischer Notwendigkeit in der Regel Kassenleistungen. Bei privat Versicherten richtet sich die Erstattung nach dem jeweiligen Tarif.
Die drei Hauptformen
- Basalzellkarzinom (Basaliom): heller Hautkrebs, geht von der Basalzellschicht der Oberhaut aus
- Plattenepithelkarzinom (Spinaliom): heller Hautkrebs; aktinische Keratosen gelten als seine Vorstufe
- Malignes Melanom: schwarzer Hautkrebs, geht von den pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) aus
Häufige Fragen
Heller Hautkrebs, also das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom, sowie das maligne Melanom, der schwarze Hautkrebs. Aktinische Keratosen gelten als Vorstufe des hellen Hautkrebses.
Wer häufig Sonnenbrände hatte, Hautkrebsfälle in der eigenen Familie oder eine große Zahl von Pigmentmalen hat. Besonders belastet sind außerdem die Sonnenterrassen, also die Hautstellen, die der UV-Strahlung am stärksten ausgesetzt sind.
Das hängt wesentlich davon ab, wie früh er erkannt wird. Deshalb empfehlen wir eine jährliche Vorsorge- und Kontrolluntersuchung und legen Wert darauf, Veränderungen möglichst früh abzuklären.
In der Regel einmal im Jahr. Wurde bereits ein Hautkrebs festgestellt, kommen regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen hinzu, deren Abstände wir nach Befund mit Ihnen festlegen.
Von Anfang an. Im ersten Lebensjahr sollte ein Kind grundsätzlich nicht der Sonne ausgesetzt sein; danach braucht es einen ausreichenden Sonnenschutz.
Dann klären wir ihn weiter ab, bei Bedarf mit Ultraschall und Impedanzspektroskopie. Bleibt er auffällig, entfernen wir ihn und lassen ihn feingeweblich untersuchen. Diese Eingriffe nehmen wir in der Regel ambulant und in örtlicher Betäubung vor; das Ergebnis besprechen wir anschließend mit Ihnen.
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