Haarsprechstunde
Haarausfall bei Frauen und Männern klären wir zuerst ursächlich ab und richten die Behandlung nach dem Befund.
- DauerTrichoScan: zwei kurze Termine im Abstand von drei Tagen
- SitzungenVerlaufskontrolle nach 3–6 Monaten
Was ist das?
Haarausfall bei Frauen und Männern kann viele Ursachen haben. In der Haarsprechstunde klären wir mögliche Auslöser ab: hormonelle Störungen, Schilddrüsenerkrankungen, Autoimmunerkrankungen oder einen Mangel an Vitaminen und Spurenelementen. Erst wenn die Ursache bekannt ist, lässt sich die Behandlung darauf abstimmen.
Zur Verlaufskontrolle setzen wir das computergestützte System TrichoScan ein. Es misst die Haardichte und das Verhältnis von Haaren in der Wachstumsphase (Anagenhaare) zu Haaren in der Ruhephase (Telogenhaare). So lässt sich der Verlauf einer Behandlung über Monate objektiv vergleichen.
Für wen?
- Haarausfall bei Frauen und Männern
- Diffuser Haarausfall, etwa hormonell bedingt, durch die Schilddrüse oder durch Mangelzustände
- Erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie)
- Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)
- Verlaufs- und Erfolgskontrolle einer laufenden Therapie
- Unklare Veränderungen von Haar und Kopfhaut
Ablauf
- 1
Anamnese und Untersuchung der Kopfhaut
Im Gespräch klären wir, seit wann und in welchem Muster die Haare ausfallen, welche Erkrankungen und Medikamente eine Rolle spielen könnten und ob Haarausfall in der Familie vorkommt. Dann untersuchen wir Kopfhaut und Haare. Bei Bedarf ergänzen wir Laboruntersuchungen zu Hormonen, Schilddrüse, Vitaminen und Spurenelementen oder ein Trichogramm (mikroskopische Haarwurzelanalyse).
- 2
TrichoScan: Messung der Haardichte
Wir rasieren ein etwa 1 cm² großes Areal. Drei Tage später färben wir die nachgewachsenen Haare und fotografieren sie mit einer Digitalkamera in 20-facher Vergrößerung. Die Software wertet die Haardichte und das Verhältnis von Anagen- zu Telogenhaaren aus.
- 3
Therapie nach der Ursache
Je nach Befund setzen wir Haarwässer sowie Präparate mit Vitaminen und Spurenelementen ein. Ergänzend kommen die Mesotherapie oder die PRP-Therapie infrage; dabei injizieren wir Wirkstoffe beziehungsweise aufbereitetes Eigenblut in die Kopfhaut. Bei kreisrundem Haarausfall (Alopecia areata) bieten wir zusätzlich eine topische Immuntherapie mit Diphenylcyclopropenon (DPCP) oder die Behandlung mit dem Excimer-Laser an.
- 4
Verlaufskontrolle
Nach drei bis sechs Monaten wiederholen wir die TrichoScan-Messung und vergleichen sie mit dem Ausgangsbefund. Danach passen wir die Therapie bei Bedarf an.
Technologie oder Wirkstoff
Der TrichoScan verbindet eine Digitalkamera mit einer automatischen Bildauswertung. Nach dem Rasieren wachsen die Haare drei Tage nach; die Färbung macht auch feine, helle Haare sichtbar. Die Software zählt die Haare im Areal, berechnet die Haardichte und unterscheidet Haare in der Wachstumsphase von Haaren in der Ruhephase. Die zweite Messung nach drei bis sechs Monaten zeigt, ob sich Dichte und Anteil wachsender Haare verändert haben.
Was Sie realistisch erwarten können
- Für den TrichoScan rasieren wir ein kleines Areal von etwa 1 cm². Es lässt sich unter dem übrigen Haar verbergen.
- Haar wächst langsam. Ob eine Behandlung anschlägt, zeigt sich erst über mehrere Monate; der aussagekräftige Vergleich erfolgt nach drei bis sechs Monaten.
- Die Therapie richtet sich nach der festgestellten Ursache. Je nach Ursache ist Haarausfall nur begrenzt beeinflussbar.
- Injektionsbehandlungen wie Mesotherapie und PRP erfolgen in der Regel über mehrere Sitzungen.
- Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.
Risiken und Nebenwirkungen
- Nach Injektionen in die KopfhautNach Mesotherapie oder PRP-Therapie können vorübergehend Rötung, Schwellung, Druckempfindlichkeit oder kleine Blutergüsse auftreten. Infektionen sind selten.
- DPCP-BehandlungDie topische Immuntherapie mit DPCP löst bewusst eine kontrollierte Hautreaktion mit Juckreiz und Rötung aus. Sie kann stärker ausfallen als beabsichtigt: als ausgeprägtes Ekzem, mit Blasen oder mit Lymphknotenschwellung im Hals- und Nackenbereich. Helle oder dunkle Pigmentflecken können zurückbleiben. Deshalb steigern wir die Dosis schrittweise und unter ärztlicher Kontrolle.
- Excimer-LaserNach der Behandlung ist eine vorübergehende Rötung der Kopfhaut möglich.
- Keine zugelassenen StandardtherapienPRP-Therapie, Mesotherapie und die DPCP-Behandlung sind für diese Anwendung keine arzneimittelrechtlich zugelassenen Standardtherapien. Sie erfolgen als individueller Behandlungsversuch nach ausführlicher Aufklärung; die Wirksamkeit ist je nach Verfahren unterschiedlich gut belegt.
- Persönliche AufklärungÜber die Risiken, die für Ihre Therapie gelten, klären wir Sie vorab persönlich auf.
Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.
Vor- und Nachsorge
Vorbereitung
- Bringen Sie vorhandene Laborbefunde und eine Liste Ihrer Medikamente mit. Manche Arzneimittel können Haarausfall auslösen.
- Das für den TrichoScan rasierte Areal bleibt bis zur Aufnahme drei Tage später unberührt: nicht nachrasieren, nicht färben.
Kosten und Erstattung
Die ärztliche Abklärung des Haarausfalls einschließlich der nötigen Laboruntersuchungen ist bei medizinischer Fragestellung in der Regel eine Kassenleistung.
TrichoScan, PRP-Therapie und Mesotherapie sind in der Regel Selbstzahler- beziehungsweise IGeL-Leistungen (individuelle Gesundheitsleistungen). Was in Ihrem Fall medizinisch notwendig ist, besprechen wir vorab.
Bei privat Versicherten richtet sich die Erstattung nach dem jeweiligen Tarif.
TODO: Preis des TrichoScan sowie die Kostenregelung für DPCP und Excimer-Laser bei Alopecia areata vom Arzt ergänzen.
Häufige Fragen
Sehr unterschiedliche: hormonelle Störungen, Schilddrüsen- oder Autoimmunerkrankungen, ein Mangel an Vitaminen und Spurenelementen, erblich bedingter Haarausfall oder kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata). Die Ursache klären wir in der Haarsprechstunde ab.
Der TrichoScan ist ein computergestütztes Verfahren zur Verlaufskontrolle. Er misst die Haardichte und das Verhältnis von Wachstums- zu Ruhehaaren. Das Rasieren eines etwa 1 cm² großen Areals ist wie ein normales Rasieren; die Stelle verschwindet unter dem übrigen Haar.
Je nach Ursache Haarwässer und Präparate mit Vitaminen und Spurenelementen, ergänzend Mesotherapie oder PRP-Therapie. Bei kreisrundem Haarausfall setzen wir zusätzlich DPCP oder den Excimer-Laser ein.
Haar wächst langsam. Ob eine Behandlung anschlägt, zeigt sich über mehrere Monate. Deshalb wiederholen wir die TrichoScan-Messung in der Regel nach drei bis sechs Monaten.
Sie können kurz unangenehm sein, die meisten Patientinnen und Patienten vertragen sie gut. Über den Ablauf der jeweiligen Behandlung informieren wir Sie vorab.
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