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Dr. Nüchel
Kasse und privatDurchführung: Ärztin/ArztAllergologie

Allergische Erkrankungen

Die häufigen Allergieformen im Überblick: Auslöser, typische Beschwerden und der Zeitpunkt, an dem eine Abklärung sinnvoll ist.

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Was ist das?

Eine Allergie ist eine überschießende Reaktion des Immunsystems auf Stoffe, die für den Körper eigentlich harmlos sind. Das Immunsystem unterscheidet dann nicht mehr zuverlässig zwischen schädlich und unschädlich. Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare, Nahrungsmittel oder Insektengift lösen eine Abwehrreaktion aus. Sie zeigt sich an Nase und Augen, an den Atemwegen, an der Haut oder im Magen-Darm-Trakt.

Allergien sind häufig, und die Zahl der Betroffenen steigt. Auch die seelische Verfassung hat Einfluss: Stress im Beruf oder im Privatleben kann bei entsprechender Veranlagung allergische Reaktionen auslösen oder verstärken.

Diese Seite gibt einen Überblick über die häufigen Allergieformen. Den Auslöser bestimmen wir mit der Allergiediagnostik. Die Behandlung folgt den drei Wegen der Allergietherapie: Meiden des Auslösers, Hyposensibilisierung und Medikamente gegen die Beschwerden.

Für wen?

  • Wiederkehrender Niesreiz, Fließschnupfen oder eine verstopfte Nase, saisonal oder das ganze Jahr über
  • Juckende, gerötete oder tränende Augen
  • Hautausschlag, Juckreiz, Quaddeln oder Ekzeme
  • Husten, pfeifende Atmung oder Atemnot
  • Beschwerden nach bestimmten Nahrungsmitteln, Medikamenten oder Insektenstichen
  • Verdacht auf eine Allergie im Kindesalter

Ablauf

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    Gespräch

    Wir besprechen, welche Beschwerden Sie haben, wann und wo sie auftreten und was sie auslösen könnte. Daraus ergibt sich, welche Allergieform infrage kommt und welche Tests sinnvoll sind.

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    Untersuchung und Tests

    Je nach Fragestellung folgen Hauttests (Pricktest, Epikutantest) oder eine Blutuntersuchung auf allergenspezifische Antikörper. Die Auswertung übernimmt das praxiseigene Labor. Einzelheiten stehen auf der Seite Allergiediagnostik.

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    Befund und Behandlungsplan

    Steht der Auslöser fest, legen wir gemeinsam die Behandlung fest: das Meiden des Allergens, eine Hyposensibilisierung, wo sie infrage kommt, und Medikamente, die die Beschwerden lindern.

Was Sie realistisch erwarten können

  • Bei einer bekannten Allergie lassen sich die Beschwerden mit dem Meiden des Auslösers, mit Medikamenten und, je nach Allergie, mit einer Hyposensibilisierung in vielen Fällen gut kontrollieren.
  • Aus einem langjährigen allergischen Schnupfen kann sich ein allergisches Asthma entwickeln. Eine frühzeitige Abklärung hilft, die passende Behandlung zu finden.
  • Nicht jede Reaktion auf einen Stoff ist eine Allergie. Erst das Zusammenspiel von Beschwerdebild und Testergebnis ergibt die Diagnose.
  • Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.

Risiken und Nebenwirkungen

  • Schwere allergische Reaktion (Anaphylaxie)Bei Insektengift-, Nahrungsmittel- und Medikamentenallergien ist ein anaphylaktischer Schock möglich, eine lebensbedrohliche Reaktion des ganzen Körpers. Bei plötzlicher Atemnot, Kreislaufproblemen, Schwindel oder einer rasch zunehmenden Schwellung wählen Sie sofort den Notruf 112.
  • Übergang auf die AtemwegeEin allergischer Schnupfen, der über Jahre besteht, kann in ein allergisches Asthma übergehen. Die Bronchien entzünden sich und verkrampfen, es kommt zu Atemnot.
  • Verzicht auf VerdachtVerzichten Sie nicht auf Verdacht auf einzelne Lebensmittel oder ganze Lebensmittelgruppen. Ein Verzicht ist nur sinnvoll, wenn die Allergie nachgewiesen ist.

Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.

Kosten und Erstattung

Die Abklärung und Behandlung allergischer Erkrankungen gehört zur hautärztlichen Versorgung. Wir behandeln gesetzlich und privat Versicherte; bei Privatversicherten und Selbstzahlern rechnen wir nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab.

TODO: Ob einzelne Leistungen der Allergologie als Selbstzahlerleistung (IGeL) anfallen, vom Arzt bestätigen.

Die häufigen Allergieformen

Allergien unterscheiden sich nach Auslöser und nach dem Ort, an dem sich die Reaktion zeigt.

  • Heuschnupfen (Pollenallergie): Baum-, Gräser- und Kräuterpollen entzünden die Bindehaut der Augen und die Schleimhäute der Nase. Die Beschwerden folgen der Flugzeit der jeweiligen Pollen.
  • Allergischer Dauerschnupfen: Hausstaubmilben, Tierhaare oder Schimmelpilze lösen einen Schnupfen aus, der nicht an eine Jahreszeit gebunden ist.
  • Allergisches Asthma: kann sich aus einem langjährigen allergischen Schnupfen entwickeln. Die Bronchien entzünden sich und verkrampfen, es kommt zu Atemnot.
  • Kontaktallergie (allergisches Kontaktekzem): Die Haut reagiert an der Stelle, die mit dem Auslöser in Berührung kam, mit Entzündung, Schwellung und Juckreiz. Das Kontaktekzem ist eine häufige Form des Hautekzems. Den Auslöser bestimmt der Epikutantest.
  • Nahrungsmittelallergie: Reaktionen nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel, etwa Juckreiz und Schwellung, Hautreaktionen oder Magen-Darm-Beschwerden. Schwere Reaktionen bis zum anaphylaktischen Schock sind möglich.
  • Nesselsucht (Urtikaria): Quaddeln auf der Haut, meist mit starkem Juckreiz. In schweren Fällen besteht die Gefahr eines allergischen Schocks.
  • Insektengiftallergie: Nach einem Bienen- oder Wespenstich bilden sich Quaddeln am ganzen Körper; im schlimmsten Fall kommt es zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock.
  • Medikamentenallergie: häufig durch Antibiotika, Schmerz- oder Rheumamittel ausgelöst; meist ein symmetrischer Hautausschlag am ganzen Körper, selten schwere Reaktionen.
  • Sonnenallergie: juckender Hautausschlag nach Aufenthalt im Sonnenlicht.
  • Atopische Dermatitis (Neurodermitis): stark juckende Ekzeme als Teil eines Krankheitsbildes mit vielen Einflussfaktoren.

Wirkprinzip und Evidenz

TODO: Angabe zur Häufigkeit von Allergien festlegen (alte Website: über 10 Millionen Betroffene in Deutschland; Bestandstext: etwa jeder Dritte im Laufe des Lebens). Bis dahin steht im Text nur „Allergien sind häufig, und die Zahl der Betroffenen steigt“.

TODO: Auf der alten Website stand die Beschreibung des Kontaktekzems (Entzündung mit Schwellung und Juckreiz nach direktem Kontakt, häufigste Form des Hautekzems) unter der Überschrift „Nahrungsmittelallergie“. Die Zuordnung zur Kontaktallergie ärztlich prüfen.

Häufige Fragen

Eine überschießende Reaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Stoffe. Der Körper bekämpft Substanzen wie Pollen oder bestimmte Nahrungsmittel, als wären sie gefährlich.

Bei wiederkehrenden Beschwerden wie Schnupfen, juckenden Augen, Hautausschlägen oder Reaktionen nach Nahrungsmitteln, Insektenstichen oder Medikamenten. Je früher der Auslöser bekannt ist, desto gezielter lässt sich behandeln.

Ja. Nach der Allergiediagnostik kommen je nach Befund das Meiden des Auslösers, eine Hyposensibilisierung als Behandlung an der Ursache und Medikamente gegen die Beschwerden infrage.

Bei Atemnot, Kreislaufproblemen oder einer rasch zunehmenden Schwellung wählen Sie sofort den Notruf 112. Nach einer solchen Reaktion sollten Sie die Insektengiftallergie abklären lassen. Bei nachgewiesener Allergie kommt eine Hyposensibilisierung infrage.

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