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Dr. Nüchel
Kasse und privatDurchführung: Ärztin/ArztAllergologie

Allergiediagnostik

Gespräch, Hauttests und eine Blutuntersuchung zeigen, worauf Ihr Immunsystem reagiert. Die Auswertung übernimmt das praxiseigene Labor.

  • DauerPricktest ca. 20 Min.; Epikutantest 2–3 Tage
  • Ausfallzeitkeine
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Eingesetzte Technik

Was ist das?

Am Anfang jeder Allergiediagnostik steht ein ausführliches Gespräch: Welche Beschwerden haben Sie, wann treten sie auf, und was könnte sie auslösen? Daraus ergibt sich, welche Tests sinnvoll sind.

Für die Tests stehen etablierte, standardisierte Verfahren zur Verfügung. Pricktest, Scratchtest und Intrakutantest weisen Allergien vom Soforttyp nach, der Epikutantest Kontaktallergien. Die Blutuntersuchung bestimmt allergenspezifische Antikörper (IgE). Alle Tests bieten wir in der Praxis an und werten sie im praxiseigenen Labor aus.

Welche Verfahren zu Ihnen passen, hängt von den Beschwerden und der vermuteten Allergieform ab. Das legen wir gemeinsam mit Ihnen fest.

Für wen?

  • Verdacht auf eine Allergie bei wiederkehrenden Beschwerden an Nase, Augen, Atemwegen oder Haut
  • Verdacht auf eine Kontaktallergie, etwa bei beruflich bedingtem Kontakt mit bestimmten Stoffen
  • Reaktionen nach Nahrungsmitteln, Medikamenten oder Insektenstichen
  • Abklärung vor einer geplanten Hyposensibilisierung
  • Allergieabklärung bei Kleinkindern, hier vor allem über die Blutuntersuchung

Ablauf

  1. 1

    Anamnese

    Wir besprechen Ihre Beschwerden, ihren zeitlichen Verlauf und mögliche Auslöser zu Hause, im Beruf und in der Freizeit. Daraus wählen wir die Tests aus.

  2. 2

    Hauttests vom Soforttyp

    Beim Pricktest kommt die Allergenlösung auf die Innenseite des Unterarms; eine kleine Nadel ritzt die Haut dort oberflächlich an. Beim Scratchtest träufeln wir die Lösung auf ein leicht angeritztes Testareal, beim Intrakutantest spritzen wir sie direkt in die Haut. Nach etwa 20 Minuten lesen wir ab: Eine Quaddel an der Teststelle weist auf eine Sensibilisierung hin.

  3. 3

    Epikutantest bei Kontaktallergie

    Verdächtige Kontaktallergene kleben wir mit Pflastern auf die Haut, meist am Rücken. Wir lesen nach zwei und drei Tagen ab; bei bestimmten Stoffen ist eine spätere Ablesung sinnvoll. Dafür sind weitere Termine nötig.

  4. 4

    Blutuntersuchung

    Aus einer Blutprobe bestimmt das praxiseigene Labor Antikörper, die gegen bestimmte Allergene gerichtet sind (spezifisches IgE, früher RAST-Test genannt). Der Test eignet sich, wenn Hauttests nicht möglich sind, und zur frühen Abklärung im Kleinkindesalter.

  5. 5

    Befundbesprechung

    Wir ordnen die Ergebnisse zusammen mit Ihrem Beschwerdebild ein. Ein positiver Test allein bedeutet noch keine Allergie; erst beides zusammen ergibt die Diagnose. Daraus leiten wir, falls nötig, die Behandlung ab.

Technologie oder Wirkstoff

Allergien vom Soforttyp (Typ I), etwa Heuschnupfen oder Insektengiftallergie, zeigen sich innerhalb von Minuten. Die Hauttests bilden das nach: Wenige Minuten nach dem Kontakt mit der Allergenlösung entsteht an der Teststelle eine Quaddel. Bei Kontaktallergien (Spättyp, Typ IV) reagiert die Haut erst nach ein bis drei Tagen; darum bleiben die Pflaster des Epikutantests länger auf der Haut.

Die Blutuntersuchung misst Antikörper der Klasse IgE gegen einzelne Allergene. Sie ist unabhängig vom Zustand der Haut und von Medikamenten, die Hauttests beeinflussen könnten.

TODO: Provokationstests (zum Beispiel nasal oder oral) vom Arzt bestätigen: ob und welche die Praxis anbietet.

Was Sie realistisch erwarten können

  • Die Hauttests vom Soforttyp lesen wir nach etwa 20 Minuten ab und besprechen das Ergebnis noch im selben Termin.
  • Für den Epikutantest sind weitere Termine nötig: Die Pflaster bleiben zwei Tage auf der Haut, wir lesen nach zwei und drei Tagen ab, bei bestimmten Stoffen später noch einmal.
  • Für die Blutuntersuchung genügt eine Blutentnahme. Das Ergebnis besprechen wir mit Ihnen, sobald das Labor ausgewertet hat.
  • Bestimmte Medikamente, etwa Antihistaminika, können Hauttests beeinflussen. Sprechen Sie das vorher mit uns ab und setzen Sie nichts eigenmächtig ab.
  • Ein Testergebnis ist ein Baustein. Die Diagnose ergibt sich aus Test und Beschwerdebild zusammen.
  • Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.

Risiken und Nebenwirkungen

  • Reaktionen an der TeststelleHauttests sind in der Regel gut verträglich. An den Teststellen kann es vorübergehend zu Juckreiz, Rötung oder Quaddeln kommen.
  • EpikutantestReaktionen an der Teststelle können einige Tage anhalten. Selten bleiben vorübergehende Pigmentveränderungen zurück, oder der Test selbst löst eine neue Sensibilisierung aus.
  • Stärkere allergische ReaktionenSehr selten, vor allem beim Intrakutantest, kann eine stärkere, auch den ganzen Körper betreffende Reaktion bis hin zum anaphylaktischen Schock auftreten. Die Tests finden deshalb unter ärztlicher Aufsicht mit der Möglichkeit zur sofortigen Notfallbehandlung statt; nach Risikotests beobachten wir Sie eine angemessene Zeit in der Praxis.
  • BlutentnahmeWie bei jeder Blutentnahme kann an der Einstichstelle ein kleiner Bluterguss entstehen.

Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.

Vor- und Nachsorge

Vorbereitung

  • Bringen Sie eine Liste Ihrer Medikamente mit. Antihistaminika können Hauttests verfälschen; ob und wann Sie pausieren, besprechen wir vorab.
  • Notieren Sie, wann und wo die Beschwerden auftreten und was Sie als Auslöser vermuten.
  • Beim Epikutantest bleiben die Pflaster zwei Tage auf dem Rücken. Wie Sie sich in dieser Zeit verhalten, erklären wir Ihnen beim Anlegen.

Nachsorge

  • Nach Hauttests vom Soforttyp können Sie den Alltag ohne Einschränkung fortsetzen.
  • Melden Sie sich, wenn nach dem Test ungewöhnliche Beschwerden auftreten. Bei Atemnot, Kreislaufproblemen oder rasch zunehmender Schwellung wählen Sie sofort den Notruf 112.

Kosten und Erstattung

Die Allergiediagnostik ist bei entsprechenden Beschwerden eine ärztliche Leistung für gesetzlich und privat Versicherte. Bei Privatversicherten und Selbstzahlern rechnen wir nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab.

TODO: Ob einzelne Tests (etwa bestimmte Laborbestimmungen) als Selbstzahlerleistung anfallen, vom Arzt bestätigen.

Häufige Fragen

Pricktest, Scratchtest, Intrakutantest und Epikutantest sowie die Bestimmung spezifischer IgE-Antikörper im Blut. Welche Tests sinnvoll sind, hängt von Ihren Beschwerden ab. Ausgewertet wird im praxiseigenen Labor.

Die Hauttests sind nur wenig unangenehm. Beim Pricktest und Scratchtest ritzen wir die Haut lediglich oberflächlich an; Intrakutantest und Blutentnahme sind ein kurzer Piks. An den Teststellen kann es kurz jucken.

Manche Medikamente, etwa Antihistaminika, können Hauttests verfälschen. Bitte sprechen Sie das vorab mit uns ab und setzen Sie nichts eigenmächtig ab.

Ja. Vor allem die Blutuntersuchung auf spezifische IgE-Antikörper eignet sich, um Allergien schon im Kleinkindesalter zu erkennen.

Hauttests vom Soforttyp lesen wir nach etwa 20 Minuten ab. Der Epikutantest braucht Termine an drei Tagen, weil die Pflaster zwei Tage auf der Haut bleiben und wir danach ablesen. Für die Blutuntersuchung genügt eine Blutentnahme.

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