Hautkrebsvorsorge und Hautcheck
Ganzkörper-Hautcheck mit computergestütztem Muttermalatlas, damit Hautkrebs früh auffällt und unnötige Eingriffe unterbleiben.
- Ausfallzeitkeine
- Betäubungkeine, nichtinvasiv
- Sitzungenin der Regel einmal jährlich
Was ist das?
Wie gut sich Hautkrebs behandeln lässt, hängt wesentlich davon ab, wie früh er erkannt wird. Deshalb empfehlen wir regelmäßige Vorsorge- und Kontrolluntersuchungen, in der Regel einmal im Jahr. Wurde bereits ein Hautkrebs festgestellt, kommen zur Behandlung regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen hinzu.
Beim Hautcheck untersuchen wir die gesamte Haut systematisch, auch an schwer einsehbaren Stellen. Bei Bedarf legen wir mit dem FotoFinder-System einen Muttermalatlas an. Er macht Veränderungen über die Zeit objektiv vergleichbar. Bleibt ein Befund unklar, ergänzen der hochauflösende 20-MHz-Ultraschall und die elektrische Impedanzspektroskopie (Nevisense) die Beurteilung. Beide Verfahren beschreiben wir auf eigenen Seiten.
Welche drei Hauptformen von Hautkrebs es gibt und welche Faktoren das Risiko erhöhen, erklärt die Übersichtsseite Hautkrebs. Der wirksamste Schutz bleibt die Vorbeugung, besonders bei Kindern. Was dabei hilft, steht auf der Seite Sonnenschutz.
Für wen?
- Jährliche Hautkrebsvorsorge im Erwachsenenalter, bei erhöhtem Risiko häufiger
- Viele oder auffällige Pigmentmale (Muttermale)
- Hautkrebsfälle in der eigenen Familie
- Heller Hauttyp, häufige Sonnenbrände in der Vorgeschichte, intensive UV- oder Solariumnutzung
- Neue, wachsende oder sich verändernde Hautveränderungen
- Verlaufskontrolle bekannter Muttermale mit dem Muttermalatlas
- Nachsorge nach bereits behandeltem Hautkrebs
Ablauf
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Anamnese und Ganzkörper-Inspektion
Zunächst besprechen wir Ihre Vorgeschichte und mögliche Risikofaktoren. Anschließend untersuchen wir die gesamte Haut systematisch, auch an schwer einsehbaren Stellen.
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Computergestütztes Muttermal-Mapping (FotoFinder)
Mit dem FotoFinder-System legen wir bei Bedarf einen Muttermalatlas des gesamten Körpers an. Das System arbeitet mit digitaler Auflichtmikroskopie (Epilumineszenz): Die Kamera nimmt Muttermale stark vergrößert auf, die Software stellt Farbe, Ränder, Symmetrie und Struktur dar. So fallen auffällige Veränderungen früh auf, und bei Folgeterminen lassen sich Verläufe objektiv vergleichen.
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Bei Bedarf: 20-MHz-Ultraschall
Bleibt eine Veränderung unklar oder steht eine Operation an, ergänzt die hochauflösende, nichtinvasive 20-MHz-Sonographie die Beurteilung, etwa zur Messung der Tumordicke. Einzelheiten stehen auf der Seite zum 20-MHz-Ultraschall.
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Bei Bedarf: Impedanzspektroskopie (Nevisense)
Bleibt bei einem Muttermal Unsicherheit, kann die unblutige und schmerzarme elektrische Impedanzspektroskopie eine objektive Zusatzinformation liefern. Wie die Messung funktioniert und was der Wert auf der Skala von 0 bis 10 bedeutet, lesen Sie auf der Seite zur Impedanzspektroskopie.
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Befundbesprechung und Empfehlung
Aus der Kombination der Verfahren leiten wir gemeinsam mit Ihnen die nächsten Schritte ab: von der reinen Verlaufskontrolle bis zur empfohlenen Entfernung mit feingeweblicher (histologischer) Untersuchung. Ziel ist eine möglichst zuverlässige Einschätzung bei möglichst wenigen unnötigen Eingriffen.
Technologie oder Wirkstoff
Das FotoFinder-System beruht auf der digitalen Auflichtmikroskopie (Epilumineszenz). Die Kamera medicam 1000s liefert Mikrobilder mit bis zu 400-facher Vergrößerung. Die Software Moleanalyzer pro stellt Farben, Ränder, Symmetrieachsen, Struktur und Pigmentnetzwerk der Hautveränderung dar und bewertet sie mit einer an den Universitäten Tübingen und Heidelberg entwickelten künstlichen Intelligenz.
Die Auswertung dient der ärztlichen Entscheidungsunterstützung. Sie hilft, Vorstufen und Frühformen von schwarzem und hellem Hautkrebs zu erkennen und zugleich unnötige Operationen zu vermeiden. Die Beurteilung selbst bleibt ärztliche Aufgabe.
Was Sie realistisch erwarten können
- Alle genannten Untersuchungen sind nichtinvasiv und in aller Regel schmerzarm.
- Der Muttermalatlas erlaubt bei Folgeterminen einen objektiven Vergleich über die Zeit.
- Die Impedanzspektroskopie liefert ihr Ergebnis in etwa 10 Minuten und ist auch in der Schwangerschaft und bei dunkleren Hauttypen anwendbar.
- Empfohlener Rhythmus: in der Regel einmal jährlich, bei erhöhtem Risiko oder nach einem Hautkrebs in kürzeren Abständen.
- Kein Diagnoseverfahren bietet vollständige Sicherheit. Deshalb kombinieren wir mehrere Methoden und empfehlen regelmäßige Kontrollen.
Risiken und Nebenwirkungen
- Risiken der Untersuchung selbstInspektion, Muttermal-Mapping, Ultraschall und Impedanzmessung sind nichtinvasiv. Die Haut bleibt unverletzt; nennenswerte Risiken hat die Untersuchung nicht.
- Grenzen jedes DiagnoseverfahrensKein Verfahren erkennt jede bösartige Veränderung. Wir kombinieren deshalb mehrere Methoden und raten zu regelmäßigen Kontrollen. Die computer- und KI-gestützte Auswertung unterstützt die ärztliche Entscheidung, ersetzt sie aber nicht.
- Mögliche FolgeuntersuchungErgibt sich ein auffälliger Befund, kann eine operative Entfernung mit feingeweblicher Untersuchung nötig sein. Erst sie sichert die Diagnose.
- Selbstkontrolle ersetzt die Untersuchung nichtDie Kontrolle zu Hause mit der ABCDE-Regel ist eine sinnvolle Ergänzung, aber kein Ersatz für die ärztliche Untersuchung.
Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.
Kosten und Erstattung
Das gesetzliche Hautkrebs-Screening übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel ab 35 Jahren alle zwei Jahre.
Die ergänzenden Verfahren, also das FotoFinder-Mapping, der 20-MHz-Ultraschall und die Impedanzspektroskopie (Nevisense), sind in der Regel Selbstzahler- beziehungsweise IGeL-Leistungen (individuelle Gesundheitsleistungen). Welche davon in Ihrem Fall sinnvoll sind und welcher Rahmen gilt, besprechen wir vorab mit Ihnen.
Bei privat Versicherten richtet sich die Erstattung nach dem jeweiligen Tarif.
TODO: Preise der IGeL-Leistungen (FotoFinder-Mapping, 20-MHz-Ultraschall, Nevisense) vom Arzt ergänzen.
Selbstkontrolle zwischen den Terminen
Mit der ABCDE-Regel behalten Sie Ihre Pigmentmale selbst im Blick. Auffällig ist ein Mal, wenn eines der Merkmale zutrifft:
- A wie Asymmetrie: das Mal ist ungleichmäßig geformt
- B wie Begrenzung: der Rand ist unscharf oder ausgefranst
- C wie Color: mehrere Farbtöne in einem Mal
- D wie Durchmesser: das Mal ist deutlich größer als die übrigen oder wächst
- E wie Entwicklung: Größe, Form oder Farbe ändern sich
- Unabhängig vom Vorsorgerhythmus sollten Sie sich zeitnah vorstellen, wenn eine Hautveränderung blutet, juckt, eine raue, sandpapierartige Oberfläche bekommt oder sich neu verfärbt.
Häufige Fragen
In der Regel einmal jährlich. Bei erhöhtem Risiko können kürzere Abstände sinnvoll sein, etwa bei vielen Muttermalen, hellem Hauttyp, Hautkrebs in der Familie oder nach einer bereits behandelten Hautkrebserkrankung. Den passenden Rhythmus legen wir mit Ihnen fest.
Das gesetzliche Hautkrebs-Screening übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel ab 35 Jahren alle zwei Jahre. Das FotoFinder-Mapping, der 20-MHz-Ultraschall und die Impedanzspektroskopie sind in der Regel Selbstzahler- beziehungsweise IGeL-Leistungen. Welche davon in Ihrem Fall sinnvoll sind, besprechen wir vorab.
In aller Regel nicht. Inspektion, Muttermal-Mapping, 20-MHz-Ultraschall und Impedanzspektroskopie sind nichtinvasiv und schmerzarm. Bei der Impedanzmessung spüren Sie lediglich den Kontakt des Sensors auf der Haut.
Sie liefern objektive Zusatzinformationen: hohe Vergrößerung, eine KI-gestützte Bewertung und im Verlauf einen objektiven Vergleich über die Zeit. Das hilft, auffällige Veränderungen früh zu erkennen und zugleich unnötige Operationen zu vermeiden.
Ja. Die Verfahren sind dafür geeignet. Die Impedanzspektroskopie (Nevisense) lässt sich ausdrücklich auch in der Schwangerschaft und bei dunkleren Hauttypen anwenden. Mehr dazu auf der Seite zur Impedanzspektroskopie.
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Bleibt nach Auflichtmikroskopie und Ultraschall unklar, ob ein Muttermal gutartig ist, misst Nevisense die elektrische Impedanz des Gewebes. Das Ergebnis liegt in etwa 10 Minuten vor.





