Seffiller (Eigenfett-Filler)
Volumenaufbau mit fein aufbereitetem Eigenfett, das vollständig aus Ihrem Körper stammt.
- Dauerca. 75–90 Min.
- Ausfallzeiteinige Tage bis ca. 2 Wochen
- Wirkdauerlangfristig (eingeheiltes Fett bleibt meist erhalten)
- Betäubungörtliche Betäubung
- Sitzungen1, bei Bedarf eine zweite
- Preisab 750 €
Was ist das?
Der Seffiller nutzt Ihr eigenes Fettgewebe als Filler, ein Verfahren der regenerativen ästhetischen Medizin. SEFF steht für „Superficial Enhanced Fluid Fat“: fein aufbereitetes, flüssiges Eigenfett für oberflächliche und mitteltiefe Hautschichten. Er dient dem Volumenaufbau mit körpereigenem Material.
Das Material stammt vollständig aus Ihrem Körper, industriell hergestelltes Fremdmaterial kommt nicht zum Einsatz. Das Verfahren verbindet zwei Wirkungen: unmittelbaren Volumenaufbau und eine regenerative Komponente durch biologisch aktive Zellen im Eigenfett.
Wir gewinnen das Fett über eine Mini-Liposuktion, bereiten es im geschlossenen System auf und injizieren es mit feinen Kanülen. Ein Teil baut sich in den ersten Wochen ab, deshalb kann eine zweite Sitzung sinnvoll sein.
Für wen?
- Volumenverlust im Mittelgesicht, an Wangen oder Schläfen
- Eingefallene, müde wirkende Gesichtspartien und altersbedingter Konturverlust
- Tränenrinne und abgesunkene Bereiche unter den Augen (nach ärztlicher Abwägung)
- Wenig definierte Konturen an Kinn oder Kieferlinie bei vorhandener Fettreserve
- Nachlassende Hautqualität in volumenarmen Arealen, ergänzend zum Volumenaufbau
- Wunsch nach körpereigenem Filler statt industriell hergestelltem Material
- Wunsch nach langfristigem Ergebnis statt regelmäßig aufzufrischendem Filler
Ablauf
- 1
Beratung und Analyse
Wir besprechen Ihre Wünsche, prüfen die Gesichtsanatomie und die Spenderregion auf genügend Fettgewebe. Sie erfahren, wie das Fett anwächst, welche Risiken und Kosten anfallen und was realistisch erreichbar ist.
- 2
Vorbereitung und Betäubung
Wir reinigen und desinfizieren Spender- und Behandlungsareal. Die Entnahmestelle, etwa Bauch oder Flanke, betäuben wir örtlich, auf Wunsch auch das Empfängerareal. Eine Vollnarkose ist nicht nötig.
- 3
Gewinnung des Mikro-Eigenfetts
Über sehr feine Kanülen entnehmen wir in einer Mini-Liposuktion die kleine benötigte Fettmenge. Das ist keine Fettabsaugung zur Körperformung. Die winzigen Einstiche müssen meist nicht genäht werden.
- 4
Aufbereitung im geschlossenen System
Das geschlossene, sterile System bereitet das Fett rein mechanisch zu feinem, flüssigem Eigenfett (SEFF) auf, ohne Enzyme oder chemische Zusätze. So lässt es sich auch in oberflächliche Hautschichten einbringen.
- 5
Injektion als körpereigener Filler
Der Arzt bringt das Eigenfett mit feinen Kanülen in mehreren dünnen Schichten ein, damit es besser anwächst. Das Ergebnis stimmen wir während der Behandlung mit Ihnen ab.
Technologie
Fettgewebe ist mehr als ein Energiespeicher. Neben Fettzellen (Adipozyten) enthält es Bindegewebe, kleine Blutgefäße und biologisch aktive Zellen. Daraus entsteht ein injizierbarer, körpereigener Filler. Die rein mechanische Verarbeitung im geschlossenen System ergibt feines, flüssiges Eigenfett, ohne Enzyme wie Kollagenase und ohne chemische Aufschlüsselung.
Der Effekt hat zwei Anteile. Der unmittelbare Volumenaufbau füllt Defizite auf und stützt das Gewebe. Dazu kommt eine regenerative Komponente durch körpereigene Zellen und Botenstoffe. Sie könnte das umliegende Gewebe günstig beeinflussen, belegt ist das noch nicht. Der Seffiller ist keine Stammzelltherapie und nicht mit einer Verjüngung gleichzusetzen.
Damit das Ergebnis Bestand hat, muss das Fett anwachsen, also Anschluss an Blutgefäße finden. Das gelingt am besten in dünnen Schichten und kleinen Mengen. Schlecht versorgtes Fett baut der Körper ab. Weil das Material körpereigen ist, entfällt eine Fremdkörperreaktion. Anders als Hyaluronsäure lässt sich Eigenfett aber nicht mit einem Enzym auflösen.
Was Sie realistisch erwarten können
- Direkt nach der Behandlung wirkt das Volumen durch Schwellung und noch nicht eingeheiltes Fett größer als später.
- In den ersten Wochen baut der Körper einen Teil des Fetts ab. Das endgültige Volumen zeigt sich erst danach.
- Angewachsenes Fett bleibt in der Regel langfristig erhalten. Die Anwachsrate ist individuell. Manchmal gleicht eine zweite Sitzung das Volumen an.
- Der Effekt beruht vor allem auf dem Volumenaufbau, die regenerative Komponente ist Gegenstand laufender Forschung.
- Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.
Risiken und NebenwirkungenNebenwirkungen, Gegenanzeigen und Hinweise
- Schwellung, Rötung und DruckgefühlAn Entnahme- und Injektionsstelle treten fast immer Schwellung, Rötung und ein Spannungsgefühl auf. Die Schwellung hält länger an als bei einem Hyaluronsäure-Filler, einige Tage bis etwa zwei Wochen.
- Blutergüsse (Hämatome)Fettgewinnung und Injektion können kleine Gefäße verletzen. Blutergüsse an Spenderregion und behandeltem Bereich sind häufig und klingen meist innerhalb einiger Tage ab. Blutverdünner und bestimmte Nahrungsergänzungsmittel verstärken die Neigung.
- Druckempfindliche EntnahmestelleDie Spenderregion kann nach der Mini-Liposuktion einige Tage druckempfindlich sein, ähnlich einem Muskelkater. Vorübergehend sind dort Verhärtungen oder leichte Schwellungen tastbar; sie bilden sich in der Regel von selbst zurück.
- Unregelmäßigkeiten und tastbare KnötchenIm behandelten Areal können Unebenheiten oder Verhärtungen entstehen, etwa bei ungleichmäßigem Anwachsen. Viele bilden sich zurück. Die übrigen beurteilen wir beim Kontrolltermin und behandeln sie bei Bedarf.
- AsymmetrienDie Anwachsrate kann sich zwischen beiden Seiten unterscheiden. Das Ergebnis wirkt dann anfangs leicht ungleichmäßig. In manchen Fällen gleicht eine ergänzende Sitzung das Volumen an.
- Volumenverlust durch ResorptionEinen Teil des eingebrachten Fetts baut der Körper in den ersten Wochen ab. Das anfängliche Volumen geht zurück, bevor sich ein stabiles Ergebnis einstellt. Das ist ein normaler biologischer Vorgang und ein Grund, warum eine zweite Sitzung nötig sein kann.
- Fettgewebsnekrose und ÖlzystenSelten findet eingebrachtes Fett keinen Anschluss an die Blutversorgung und stirbt ab (Fettgewebsnekrose). Dabei können Verhärtungen oder mit Öl gefüllte Hohlräume (Ölzysten) entstehen. Solche Veränderungen beurteilen wir ärztlich und kontrollieren oder behandeln sie je nach Befund.
- InfektionenWie bei jedem Eingriff mit Hautdurchtrennung können trotz steriler Arbeit Keime eindringen. Anzeichen sind zunehmende Rötung, Überwärmung, Schmerz oder Eiterbildung. Infektionen sind selten, müssen aber ärztlich behandelt werden; melden Sie sich in diesem Fall bitte umgehend.
- Narben an den EinstichstellenDie winzigen Zugänge heilen in der Regel unauffällig ab. Selten, vor allem bei entsprechender Veranlagung, entstehen sichtbare oder überschießende Narben (Keloide).
- GefäßkomplikationenWie bei jeder Injektion im Gesicht besteht das sehr seltene, aber ernste Risiko, dass Material in ein Blutgefäß gelangt oder ein Gefäß abdrückt und die Durchblutung stört. Mögliche Folgen reichen von Blässe und Schmerzen bis zum Absterben von Gewebe; in sehr seltenen Einzelfällen sind Sehstörungen beschrieben. Anatomische Kenntnis und eine geeignete Technik halten dieses Risiko klein. Bei plötzlichen starken Schmerzen, Hautverfärbung oder Sehveränderungen brauchen Sie sofort ärztliche Hilfe.
Wann wir nicht behandeln
- Schwangerschaft und Stillzeit; es fehlen ausreichende Sicherheitsdaten
- Gerinnungsstörungen oder blutverdünnende Medikamente (Behandlung nur nach ärztlicher Rücksprache und Abwägung)
- Sehr geringe Fettreserven ohne geeignete Spenderregion
- Akute Infektionen, Entzündungen oder offene Hautstellen im Entnahme- oder Behandlungsareal, etwa ein aktiver Lippenherpes
- Schwere internistische Grunderkrankungen oder ein reduzierter Allgemeinzustand
- Aktive Autoimmunerkrankungen oder chronisch-entzündliche Erkrankungen (individuelle ärztliche Abwägung)
- Wundheilungsstörungen oder eine ausgeprägte Neigung zu Keloiden
- Erhöhte Infektneigung oder bestimmte immunsupprimierende Therapien (individuelle Abklärung)
- Unrealistische Erwartungen oder ein Behandlungswunsch ohne sinnvolle Indikation
Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.
Vor- und NachsorgeVorbereitung und Nachsorge
Vorbereitung
- Setzen Sie blutverdünnende Medikamente oder gerinnungshemmende Schmerzmittel (etwa NSAR) nie eigenmächtig ab. Besprechen Sie die Einnahme vorab mit uns und Ihrem behandelnden Arzt.
- Fischöl, Vitamin E, Ginkgo und Alkohol erhöhen die Neigung zu Blutergüssen. Ein zeitlicher Abstand vor der Behandlung ist sinnvoll.
- Informieren Sie uns über Vorerkrankungen, Allergien, frühere ästhetische Behandlungen und eine Neigung zu Lippenherpes oder auffälliger Narbenbildung.
- Verzichten Sie in den Tagen vorher auf intensive Sonne und Solarium; gereizte Haut sollte vorher abklingen.
- Planen Sie vor wichtigen Anlässen oder Reisen einen Puffer von etwa zwei Wochen ein. Kommen Sie ausgeruht, gut hydriert und in bequemer Kleidung, die die Spenderregion nicht einengt.
Nachsorge
- Kühlen Sie die behandelten Areale in den ersten Stunden vorsichtig, ohne Druck auf das injizierte Areal.
- Massieren Sie das behandelte Areal in den ersten Tagen nicht und schlafen Sie möglichst nicht darauf, damit das Fett ungestört einheilt.
- Verzichten Sie einige Tage auf intensiven Sport, Sauna, Solarium und sehr heiße Bäder.
- Schonen Sie die Entnahmestelle. Tragen Sie, falls empfohlen, eine Kompression und vermeiden Sie Druck und Reibung.
- Schützen Sie die Haut mit Lichtschutzfaktor 50+ und meiden Sie direkte Sonne.
- Melden Sie sich sofort bei starken oder zunehmenden Schmerzen, auffälliger Blässe oder Verfärbung der Haut, Schwellung mit Überwärmung, Eiterbildung oder Sehveränderungen.
- Nehmen Sie den Kontrolltermin wahr. Nach der Einheilphase beurteilen wir das Ergebnis und besprechen, ob eine ergänzende Sitzung sinnvoll ist.
Kosten und ErstattungPreise, Richtwerte und Erstattung
Der Seffiller ist eine Selbstzahlerleistung. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ); gesetzliche Krankenkassen übernehmen ästhetisch motivierte Behandlungen in der Regel nicht.
Richtwert laut Preisliste: 750 € pro Behandlung. Der genaue Betrag hängt von Areal, benötigter Fettmenge und Aufwand ab; wir nennen ihn vor der Behandlung.
Die ärztliche Beratung mit Hautanalyse (50 €) verrechnen wir bei einer anschließenden Behandlung.
| Seffiller® (Eigenfett-Filler) | Richtwert |
|---|---|
| pro Behandlung | 750 € |
Alle Preise sind Richtwerte zur ersten Orientierung. Die ärztliche Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ); der endgültige Betrag richtet sich nach dem individuellen Aufwand und wird vor der Behandlung mit Ihnen besprochen. Für Behandlungen ohne Listenpreis nennen wir Ihnen den Richtwert im Beratungsgespräch. Zur Preisliste
Wirkprinzip und EvidenzWirkprinzip, Evidenz, Alternativen und Quellen
Der Einsatz von körpereigenem Fett zum Volumenaufbau (Lipofilling, Eigenfetttransfer) ist in der ästhetischen und rekonstruktiven Medizin seit Jahren etabliert. Entsprechend groß ist die klinische Erfahrung. Einzelne kontrollierte Studien deuten bei sachgerechter Anwendung auf ein günstiges Sicherheitsprofil hin; belastbare Langzeitdaten fehlen.
Speziell zur Aufbereitung von feinem, flüssigem Eigenfett (SEFF-Prinzip) ist die Datenlage begrenzter. Die Studien unterscheiden sich in Methode, Areal und Nachbeobachtung; hochwertige Vergleichsstudien sind selten, ein Teil stammt aus dem Umfeld der Hersteller. Aussagen zu Wirksamkeit und Haltbarkeit lassen sich deshalb nicht verallgemeinern. Dass Fettgewebe aktive Zellen enthält, ist belegt; ihr Beitrag zu einer messbaren Verbesserung der Hautqualität ist noch Gegenstand der Forschung.
Alternativen
Geht es um rasch sichtbaren, gut steuerbaren und bei Bedarf auflösbaren Volumenaufbau, ist ein Hyaluronsäure-Filler oft passender. Er kommt ohne Fettgewinnung aus, baut sich aber mit der Zeit ab.
Geht es vor allem um Hautqualität, kommen ergänzend regenerative und energiebasierte Verfahren infrage, etwa das RF-Microneedling INFINI oder der CO₂-Laser. Für Kopfhaut und Haar gibt es mit Seffhair die verwandte Anwendung.
Quellen
- AWMF-Leitlinienregister
- Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC), Patienteninformationen zum Eigenfett-Transfer
- Herstellerangaben und Aufbereitungsvorgaben des verwendeten geschlossenen Systems
Häufige Fragen
Die Fettgewinnung erfolgt in örtlicher Betäubung; beim Setzen der Betäubung brennt es kurz. In den Tagen danach können Entnahmestelle und injiziertes Areal druckempfindlich sein, ähnlich einem Muskelkater. Das klingt üblicherweise ab.
Hier unterscheidet sich der Seffiller von abbaubaren Fillern. Der Anteil des Fetts, der anwächst und Anschluss an Blutgefäße findet, bleibt in der Regel langfristig erhalten. In den ersten Wochen baut der Körper einen Teil ab; das anfängliche Volumen geht deshalb etwas zurück. Eine bestimmte Haltbarkeit lässt sich nicht zusichern, weil das Anwachsen von Mensch zu Mensch verschieden ist.
Nein. Eigenfett enthält neben Fettzellen auch regenerativ aktive Zellen, unter anderem Stromazellen. Das Verfahren ist trotzdem keine Stammzelltherapie, und Versprechen einer Verjüngung machen wir nicht. Der Effekt beruht vor allem auf dem Volumenaufbau; die regenerative Komponente erforscht die Wissenschaft noch.
Wir entnehmen nur eine geringe Fettmenge; eine sichtbare Veränderung der Spenderregion ist deshalb in der Regel nicht zu erwarten. Vorübergehend können dort Blutergüsse, Schwellung und ein Druckgefühl auftreten. Die winzigen Einstiche heilen meist unauffällig ab.
Eine Altersgrenze nach Jahren gibt es nicht. Voraussetzungen sind sichtbare Volumenverluste, eine ausreichende Fettreserve als Spenderregion und realistische Erwartungen. Die Behandlung richtet sich an Erwachsene; bei Minderjährigen führen wir ästhetisch motivierte Behandlungen nicht durch.
Ästhetik
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