Altersflecken und Sonnenflecken
Gutartige Alters- und Sonnenflecken an Gesicht, Händen und Dekolleté lassen sich mit dem Rubinlaser gezielt aufhellen oder entfernen, nach ärztlicher Beurteilung jedes einzelnen Flecks.
- Dauerca. 15–30 Min., je nach Zahl und Größe der Flecken
- Ausfallzeitca. 5–10 Tage feine Krüstchen, danach vorübergehend zartrosa Haut
- Wirkdauerentfernte Flecken kehren meist nicht zurück; neue können entstehen
- Betäubungmeist nicht nötig, auf Wunsch Kühlung oder Creme
- Sitzungenmeist 1, bei dichtem Pigment 2
Was ist das?
Sonnen- und Altersflecken (Lentigines) treten mit den Jahren vor allem im Gesicht und an den Händen auf. Sie sind gutartig, werden aber oft als störend empfunden. Wir hellen sie gezielt mit dem Laser auf, nach ärztlicher Beurteilung jedes Flecks.
Altersflecken entstehen durch jahrelange UV-Einwirkung. Zur Behandlung setzen wir den gütegeschalteten Rubinlaser (Q-Switch) ein, bei uns den Rubystar von Asclepion. Er arbeitet mit 694 Nanometern, einer Wellenlänge, die Melanin stark aufnimmt. Die Impulse zersprengen das Pigment in kleinste Partikel, die der Körper abtransportiert. Je nach Befund kommt auch der Pico-Laser infrage.
Vor jeder Entfernung beurteilen wir jeden Fleck dermatologisch mit dem Auflichtmikroskop (Dermatoskop, digitale Epilumineszenz). Die Lentigo maligna, eine Frühform des schwarzen Hautkrebses, kann einem Altersfleck ähneln. Unklare Pigmentmale klären wir feingeweblich (histologisch) ab, statt sie zu lasern.
Passt dazu
Für wen?
- Altersflecken (Lentigines) an Gesicht, Händen, Unterarmen und Dekolleté
- Störende Sommersprossen (Epheliden)
- Einzelne flache, gutartige Pigmentmale nach dermatologischer Beurteilung
- Oberflächliche, Café-au-lait-ähnliche Pigmentflecken nach ärztlicher Einschätzung
- Unruhiges, fleckiges Hautbild durch sonnenbedingte Pigmentansammlungen
- Hellere Hauttypen mit deutlich abgegrenzten, dunkleren Flecken (besonders günstige Voraussetzung)
Ablauf
- 1
Dermatologische Beurteilung und Beratung
Jeden Fleck beurteilen wir mit dem Auflichtmikroskop. Nur eindeutig gutartige Befunde kommen für den Laser infrage. Wir erheben Hauttyp und Bräunungszustand.
- 2
Vorbereitung, bei Bedarf Probebehandlung
Die Haut muss zum Termin ungebräunt sein. Wir reinigen die Areale, Sie tragen eine Schutzbrille. Bei dunkleren Hauttypen, großflächigen Befunden oder unsicherer Hautreaktion machen wir zuerst eine Probebehandlung.
- 3
Laserbehandlung
Die Flecken behandeln wir mit kurzen Lichtimpulsen. Eine Betäubung ist meist nicht nötig, auf Wunsch kühlen wir oder tragen eine betäubende Creme auf. Direkt danach zeigt sich eine vorübergehende weißliche Verfärbung.
- 4
Heilungsphase
In den folgenden Tagen dunkeln die Flecken nach und bilden feine Krüstchen. Darunter wächst frische, zartrosa Haut nach, die sich über Wochen dem Hautton angleicht.
- 5
Kontrolle, gegebenenfalls Folgesitzung
Nach etwa vier bis sechs Wochen beurteilen wir das Ergebnis gemeinsam. Bei dichterem oder tiefer reichendem Pigment kann eine zweite Sitzung sinnvoll sein.
Technologie
Das aktive Medium des Rubinlasers ist ein synthetischer Rubinkristall. Er sendet tiefrotes Licht mit exakt 694 Nanometern. Der Hautfarbstoff Melanin nimmt es stark auf, Wasser und der rote Blutfarbstoff Hämoglobin dagegen wenig. Das Prinzip heißt selektive Photothermolyse. Die Gütegeschaltung (Q-Switch) gibt die Energie in kurzen Impulsen im Nanosekundenbereich mit hoher Spitzenleistung ab. Sie sind kürzer als die Abkühlzeit (thermische Relaxationszeit) der Zielstruktur. So erhitzt sich nur das Pigment und zerspringt (photoakustischer Effekt). Fresszellen (Makrophagen) tragen die Partikel über das Lymphsystem ab, oder die Haut stößt sie als Krüstchen ab.
Der Pico-Laser, bei uns der PicoStar von Asclepion, ist je nach Befund die Alternative. Er arbeitet mit noch kürzeren Impulsen im Pikosekundenbereich und wirkt stärker über eine Druckwelle als über Hitze. Die Wärmebelastung des umliegenden Gewebes fällt geringer aus. Beide Systeme haben bei gutartigen Pigmentveränderungen ihre Berechtigung.
Was Sie realistisch erwarten können
- Viele oberflächliche Altersflecken sind nach einer Sitzung deutlich heller oder vollständig entfernt. Dichteres Pigment braucht mitunter eine zweite Behandlung.
- Entfernte Flecken kehren in der Regel nicht zurück. Neue können an anderer Stelle entstehen, Sommersprossen unter erneuter UV-Einwirkung wiederkehren.
- Die frische Haut ist zunächst zartrosa und gleicht sich über Wochen dem Hautton an.
- Ohne konsequenten UV-Schutz ist kein Ergebnis von Dauer.
- Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.
Risiken und NebenwirkungenNebenwirkungen, Gegenanzeigen und Hinweise
- Rötung, Schwellung und BrennenSehr häufig und erwartbar: Die gelaserten Stellen sind gerötet, schwellen leicht an und fühlen sich einige Stunden wie ein Sonnenbrand an. Kühlung lindert das; die Beschwerden klingen meist innerhalb von ein bis zwei Tagen ab.
- KrustenbildungFeine, oberflächliche Krüstchen über den behandelten Flecken gehören zum normalen Heilungsverlauf. Sie lösen sich nach etwa fünf bis zehn Tagen von selbst. Bitte nicht kratzen oder abziehen, sonst drohen Narben oder Pigmentstörungen.
- Vorübergehende Nachdunkelung (postinflammatorische Hyperpigmentierung)Die behandelte Stelle kann vorübergehend dunkler werden statt heller. Das Risiko ist bei dunkleren Hauttypen, gebräunter Haut und Sonne nach der Behandlung deutlich erhöht. Die Verfärbung bildet sich meist über Wochen bis Monate zurück, kann in Einzelfällen aber hartnäckig sein.
- Aufhellung der Haut (Hypopigmentierung)Nach der Abheilung kann die Stelle heller erscheinen als die Umgebung. Meist gleicht sich der Hautton innerhalb von Wochen bis Monaten an. Selten bleibt eine Aufhellung länger bestehen oder dauerhaft, vor allem bei dunkleren Hauttypen.
- BläschenbildungBei stärkerer Hautreaktion können sich vereinzelt kleine Bläschen bilden, ähnlich einer leichten Verbrennung. Bei richtiger Wundpflege heilen sie in der Regel folgenlos ab. Bitte nicht öffnen und im Zweifel ärztlich vorstellen.
- Unvollständige Entfernung und WiederauftretenNicht jeder Fleck verschwindet nach einer Sitzung vollständig; dichteres oder tieferes Pigment kann eine zweite Behandlung erfordern. Sommersprossen können unter erneuter UV-Einwirkung wiederkehren, neue Altersflecken an anderer Stelle entstehen.
- InfektionSelten infiziert sich eine behandelte Stelle, erkennbar an zunehmender Rötung, Schmerz, Überwärmung oder Eiter. Eine Infektion muss ärztlich behandelt werden. Melden Sie sich bei solchen Anzeichen bitte umgehend in der Praxis.
- NarbenbildungBei sachgerechter Anwendung selten, aber möglich: vor allem nach vorzeitig entfernten Krusten, bei einer Infektion oder bei Veranlagung zu überschießender Narbenbildung (Keloiden). An Dekolleté und Schultern ist die Haut dafür empfindlicher als im Gesicht.
- Übersehene bösartige Veränderung ohne AbklärungDas schwerwiegendste Risiko liegt vor der Behandlung. Lasert man eine bösartige oder potenziell bösartige Veränderung wie die Lentigo maligna fälschlich als Altersfleck, verschwindet sie optisch, ohne behandelt zu sein, und die Diagnose verzögert sich. Deshalb beurteilen wir jede einzelne Läsion vorher mit dem Auflichtmikroskop und klären unklare Befunde feingeweblich ab, statt sie zu lasern.
Wann wir nicht behandeln
- Unklare, atypische oder melanomverdächtige Pigmentveränderungen. Diese klären wir dermatologisch und im Zweifel feingeweblich ab; ein Laser kommt hier nicht infrage.
- Frisch gebräunte Haut durch Sonne, Solarium oder Selbstbräuner im Behandlungsareal. Die Behandlung verschieben wir, bis die Bräunung abgeklungen ist.
- Dunkle Hauttypen (hohe Typen der Fitzpatrick-Skala, mit der Dermatologen die Sonnenempfindlichkeit einteilen): Das Risiko von Pigmentverschiebungen ist deutlich erhöht. Wir behandeln nur nach sorgfältiger Abwägung, gegebenenfalls nach Probebehandlung, oder empfehlen ein anderes Verfahren.
- Melasma als Hauptbefund. Diese Pigmentstörung kann sich unter Laserbehandlung paradox verschlechtern und eignet sich in der Regel nicht für den Rubinlaser.
- Akute Infektionen, Entzündungen, Ekzeme oder offene Hautstellen im Behandlungsareal.
- Einnahme lichtsensibilisierender Medikamente (z. B. bestimmte Antibiotika oder Johanniskraut). Die Behandlung erfolgt erst nach ärztlicher Rücksprache und gegebenenfalls mit zeitlichem Abstand.
- Schwangerschaft und Stillzeit. Mangels ausreichender Sicherheitsdaten verzichten wir in dieser Zeit auf ästhetische Laserbehandlungen.
- Neigung zu überschießender Narbenbildung (Keloiden) im geplanten Areal; Abwägung im Einzelfall.
- Systemische Aknetherapie mit Retinoiden in den letzten Monaten. Je nach Befund ist ein Sicherheitsabstand sinnvoll; das klären wir im Einzelfall.
- Unrealistische Erwartungen oder fehlende Bereitschaft zu konsequentem UV-Schutz vor und nach der Behandlung.
Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.
Vor- und NachsorgeVorbereitung und Nachsorge
Vorbereitung
- Meiden Sie in den vier bis sechs Wochen vor der Behandlung intensive Sonne und Solarium; die Areale müssen zum Termin ungebräunt sein. Verwenden Sie tagsüber einen hohen Lichtschutzfaktor (LSF 50+).
- Verzichten Sie in den zwei Wochen vor dem Termin auf Selbstbräuner im Behandlungsareal.
- Informieren Sie uns über Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel (besonders lichtsensibilisierende Präparate), Vorerkrankungen, eine Herpesneigung und frühere Reaktionen auf Laser- oder Lichtbehandlungen.
- Behandeln Sie Ihre Pigmentmale im Vorfeld nicht anderweitig, etwa mit Bleichcremes oder Peelings, ohne das mit uns zu besprechen. Das kann Beurteilbarkeit und Hautreaktion beeinflussen.
- Kommen Sie möglichst ungeschminkt zum Termin.
- Planen Sie die Heilungsphase realistisch ein: Vor wichtigen Anlässen empfiehlt sich ein Puffer von etwa zwei Wochen.
Nachsorge
- Kühlen Sie die behandelten Stellen bei Bedarf in den ersten Stunden vorsichtig. Ein Gefühl wie nach leichtem Sonnenbrand ist normal und klingt meist rasch ab.
- Lassen Sie die Krüstchen von selbst abfallen: nicht kratzen, rubbeln oder abziehen. Vorzeitiges Entfernen erhöht das Risiko von Narben und Pigmentstörungen erheblich.
- Pflegen Sie die Areale nach unserer Empfehlung, etwa mit dünn aufgetragener Wund- und Heilsalbe, und halten Sie die Stellen sauber.
- Schützen Sie die Areale konsequent vor UV-Strahlung: täglich LSF 50+ für acht Wochen, direkte Sonne und Solarium in dieser Zeit möglichst ganz meiden. Das ist die wichtigste Maßnahme gegen Pigmentverschiebungen.
- Verzichten Sie auf Schwimmbad, Sauna, Dampfbad und intensiven Sport, bis die Krüstchen abgefallen sind. Hitze, Schwitzen und Chlorwasser können die Abheilung stören.
- Verwenden Sie im behandelten Bereich bis zur vollständigen Abheilung keine reizenden Kosmetika, Peelings oder Fruchtsäureprodukte. Make-up erst wieder auf abgeheilter Haut.
- Die frische Haut unter den abgefallenen Krüstchen ist zunächst zartrosa und besonders UV-empfindlich. Schützen Sie sie weiter, bis sich der Hautton angeglichen hat.
- Melden Sie sich umgehend bei Anzeichen einer Infektion (zunehmende Rötung, Schmerz, Überwärmung, Eiter), bei Blasenbildung oder ungewöhnlichem Heilungsverlauf. Nehmen Sie außerdem den Kontrolltermin nach etwa vier bis sechs Wochen wahr.
Kosten und ErstattungPreise, Richtwerte und Erstattung
Die Entfernung gutartiger Altersflecken ist eine ästhetische Behandlung und damit eine Selbstzahlerleistung. Wir rechnen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab.
Richtwerte stehen in der Preistabelle auf dieser Seite: ganzes Gesicht 250 €, Hände 200 €, Dekolleté 300 €. Den genauen Betrag besprechen wir vor der Behandlung.
Anders ist es bei einem verdächtigen Befund: Die Abklärung eines möglichen Hautkrebses ist eine medizinische Leistung und gehört in die dermatologische Sprechstunde. Dort gelten die üblichen Regeln für gesetzlich und privat Versicherte.
| Rubinlaser bei Altersflecken | Richtwert |
|---|---|
| Ganzes Gesicht | 250 € |
| Hände | 200 € |
| Dekolleté | 300 € |
Alle Preise sind Richtwerte zur ersten Orientierung. Die ärztliche Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ); der endgültige Betrag richtet sich nach dem individuellen Aufwand und wird vor der Behandlung mit Ihnen besprochen. Für Behandlungen ohne Listenpreis nennen wir Ihnen den Richtwert im Beratungsgespräch. Zur Preisliste
Wirkprinzip und EvidenzWirkprinzip, Evidenz, Alternativen und Quellen
Altersflecken (Lentigines, vor allem die Lentigo solaris) entstehen durch jahrelange UV-Einwirkung: Die pigmentbildenden Zellen vermehren sich, die Melaninproduktion in der Oberhaut steigt. Diese oberflächliche Lage macht sie zur idealen Zielstruktur für den Rubinlaser. Sommersprossen (Epheliden) sprechen ebenfalls gut an, können unter erneuter UV-Exposition aber wiederkehren, weil die Veranlagung bestehen bleibt.
Die hohe Melanin-Affinität ist zugleich die wichtigste Grenze des Verfahrens. Bei dunkleren Hauttypen und gebräunter Haut steigt das Risiko von Pigmentverschiebungen. Deshalb gehören Hauttyp-Bestimmung, ungebräunte Haut, angepasste Energieeinstellungen und gegebenenfalls eine Probebehandlung fest zum Behandlungskonzept.
Der gütegeschaltete Rubinlaser gehört zu den am längsten etablierten Verfahren der dermatologischen Lasertherapie; das Prinzip der selektiven Photothermolyse ist in der dermatologischen Fachliteratur beschrieben. Oberflächliche, melaninbedingte Flecken wie solare Lentigines und Sommersprossen sprechen erfahrungsgemäß gut an, oft nach ein bis zwei Sitzungen. Die Datenlage hat Grenzen: Viele Untersuchungen umfassen kleinere Patientenzahlen und sind wegen unterschiedlicher Geräteparameter, Hauttypen und Bewertungsmaßstäbe nur eingeschränkt vergleichbar.
Gut belegt sind der Zusammenhang zwischen UV-Exposition und Nebenwirkungen wie der postinflammatorischen Hyperpigmentierung sowie die Bedeutung der vorherigen diagnostischen Abklärung. Die NiSV (Verordnung zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung) behält die Laserbehandlung pigmentierter Hautveränderungen approbierten Ärztinnen und Ärzten vor. Wir beurteilen deshalb jede Läsion vorher mit dem Auflichtmikroskop und klären melanomverdächtige Befunde feingeweblich ab, statt sie zu lasern. Ein bestimmtes Ergebnis im Einzelfall lässt sich aus der Datenlage nicht ableiten; Ansprechen und Verlauf sind individuell verschieden.
Alternativen
Je nach Befund kommen der Pico-Laser (zusätzlich zur Entfernung mehrfarbiger Tätowierungen geeignet), flächige Verfahren wie der fraktionierte CO₂- oder der Erbium:YAG-Laser sowie medizinische Peelings oder Microneedling infrage. Für flächige Rötungen und Pigmentunregelmäßigkeiten in einem Arbeitsgang steht IPL (Stellar M22) zur Verfügung. Bei flächigen, hormonell mitbedingten Pigmentstörungen wie dem Melasma ist der Rubinlaser in der Regel nicht das Mittel der Wahl.
Quellen
- AWMF-Leitlinienregister: Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften, u. a. zur Diagnostik pigmentierter Hautveränderungen und zum Melanom (www.awmf.org).
- Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG): Empfehlungen und Patienteninformationen zu Lasertherapie und Hautkrebsfrüherkennung.
- Deutsche Dermatologische Lasergesellschaft (DDL): Empfehlungen zur Qualitätssicherung dermatologischer Laserbehandlungen, insbesondere pigmentierter Läsionen.
- NiSV, Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen: Die Laserbehandlung pigmentierter Hautveränderungen ist approbierten Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Häufige Fragen
Weil nicht jeder braune Fleck harmlos ist. Bestimmte Veränderungen wie die Lentigo maligna, eine Frühform des schwarzen Hautkrebses, sehen Altersflecken zum Verwechseln ähnlich. Deshalb beurteilen wir jede einzelne Läsion mit dem Auflichtmikroskop. Verdächtige Pigmentmale lasern wir grundsätzlich nicht, sondern klären sie feingeweblich ab.
Der Rubinlaser ist der klassische Pigmentlaser; seine Wellenlänge nimmt Melanin besonders gut auf. Der Pico-Laser arbeitet mit nochmals kürzeren Impulsen im Pikosekundenbereich, zertrümmert Farbpartikel stärker mechanisch und dient zusätzlich der Entfernung mehrfarbiger Tätowierungen. Beide Verfahren stehen in der Praxis zur Verfügung; die Wahl hängt vom Befund ab.
Ideal sind Herbst und Winter, wenn die Haut ungebräunt ist und sich Sonne leichter meiden lässt. Gebräunte Haut enthält mehr Melanin; der Laser arbeitet dann weniger selektiv, und das Risiko von Pigmentverschiebungen steigt. Nach der Behandlung empfiehlt sich für acht Wochen ein Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor. Im Sommer behandeln wir nur, wenn die Areale ungebräunt sind und Sie konsequent Sonne meiden (täglich LSF 50+).
Die Beurteilung der Pigmentveränderungen und die Laserbehandlung selbst erfolgen ausschließlich durch approbierte Ärztinnen und Ärzte mit dermatologischem Hintergrund. Nach der NiSV (Verordnung zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung) ist die Laserbehandlung pigmentierter Hautveränderungen Ärztinnen und Ärzten vorbehalten. Die wichtigste Entscheidung fällt vor dem Laser: ob ein Pigmentmal überhaupt gelasert werden darf.
Eine feste Altersgrenze gibt es nicht; entscheidend sind Befund und nachvollziehbarer Behandlungswunsch. Altersflecken treten meist ab dem mittleren Erwachsenenalter auf. Sommersprossen können auch jüngere Erwachsene stören, kehren unter UV-Einfluss aber leicht zurück. Ästhetisch begründete Laserbehandlungen bei Minderjährigen führen wir nicht durch.
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