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Dr. Nüchel
Kasse und privatDurchführung: Ärztin/ArztDermatologie

Lichttherapie (Phototherapie)

Behandelt Schuppenflechte, Neurodermitis und chronische Hand- und Fußekzeme mit UVB, UVA/UVB oder PUVA, als Ganzkörper- oder gezielte Bestrahlung.

  • SitzungenUVB meist 3–5, PUVA anfangs ca. 4 pro Woche
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Eingesetzte Technik

Was ist das?

Viele Hauterkrankungen lassen sich je nach Befund mit einer Lichttherapie (Phototherapie) behandeln, etwa Schuppenflechte (Psoriasis), Neurodermitis (atopische Dermatitis), chronische Hand- und Fußekzeme oder Sonnenallergien. Dabei bestrahlen wir die Haut mit ultraviolettem Licht in einer Dosis, die wir ärztlich festlegen und schrittweise steigern.

Für die ambulante Balneophototherapie (Bade-Salz-Licht-Therapie) und die Bade-PUVA-Therapie haben wir eine eigene Badeabteilung.

Drei Verfahren stehen zur Wahl: die UVB-Therapie, die UVA/UVB-Kombination und die PUVA (Photochemotherapie). Sie unterscheiden sich im genutzten Lichtspektrum und darin, ob die Haut vorher einen lichtsensibilisierenden Wirkstoff erhält. Welches Verfahren für Sie infrage kommt, legen wir nach ärztlicher Untersuchung fest.

Für wen?

  • Schuppenflechte (Psoriasis)
  • Neurodermitis (atopische Dermatitis)
  • Chronische Hand- und Fußekzeme
  • Sonnenallergien (z. B. polymorphe Lichtdermatose)
  • Bestimmte Formen von hartnäckigem Juckreiz (Pruritus)
  • Weitere entzündliche Hauterkrankungen nach ärztlicher Beurteilung

Ablauf

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    Ärztliche Untersuchung und Wahl des Verfahrens

    Zunächst prüfen wir, welches Verfahren für Ihre Erkrankung geeignet ist und ob etwas dagegen spricht. Dazu fragen wir nach Vorerkrankungen, Ihrem Hauttyp und allen Medikamenten, die Sie einnehmen. Die Bestrahlungsdosis legen wir für Sie fest und steigern sie in regelmäßigen Abständen.

  2. 2

    UVB-Therapie

    Die UVB-Therapie nutzt den kurzwelligen Anteil des UV-Lichts, als Teil- oder Ganzkörperbestrahlung. Bei Schuppenflechte gehört sie zu den etablierten Behandlungen. Spektrum, Behandlungsrhythmus und Kombinationen (z. B. Solebäder) beschreibt die Seite UVB-Therapie.

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    UVA/UVB-Kombination

    Kombinierte UVA- und UVB-Bestrahlungen setzen wir bei Neurodermitis und bestimmten Formen des Juckreizes ein. Sie kommen ohne lichtsensibilisierenden Wirkstoff aus. Näheres steht auf der Seite UVA/UVB-Kombinationstherapie.

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    PUVA (Photochemotherapie)

    Bei der PUVA behandeln wir die Haut mit einem lichtsensibilisierenden Wirkstoff (Psoralen) vor, als Bad (Bade-PUVA) oder als Creme (Creme-PUVA), und bestrahlen sie anschließend mit langwelligem UVA-Licht. Weil die Haut danach über Stunden lichtempfindlich bleibt, gelten feste Regeln für den Behandlungstag. Sie stehen zusammen mit dem Ablauf auf der Seite PUVA-Therapie.

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    Bestrahlung und Verlauf

    Während jeder Bestrahlung tragen Sie eine UV-Schutzbrille; in der Ganzkörperkabine decken Männer die Genitalien ab. Im Verlauf kontrollieren wir die Hautreaktion und passen die Dosis an. Nach Abschluss empfehlen wir langfristig regelmäßige hautärztliche Kontrollen.

Was Sie realistisch erwarten können

  • Die Bestrahlungsdosis legen wir ärztlich fest und steigern sie schrittweise.
  • Häufigkeit je nach Verfahren: UVB meist an drei bis fünf Tagen, PUVA anfangs etwa viermal pro Woche.
  • Die Behandlungsdauer hängt von der Erkrankung ab (z. B. etwa 6–8 Wochen bei Schuppenflechte) und ist individuell verschieden.
  • Während jeder Bestrahlung tragen Sie eine UV-Schutzbrille.
  • Die Schuppenflechte ist anlagebedingt und durch die Bestrahlung nicht heilbar; die Lichttherapie behandelt die bestehenden Herde.
  • Nach Abschluss empfehlen wir langfristig regelmäßige hautärztliche Kontrollen.
  • Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.

Risiken und Nebenwirkungen

  • Sonnenbrandähnliche RötungHäufigste akute Nebenwirkung ist eine sonnenbrandähnliche Rötung. Bei zu hoher Dosis sind stärkere Reaktionen bis hin zur Blasenbildung möglich, vor allem bei der PUVA.
  • Lichtempfindlichkeit nach PUVANach einer PUVA-Behandlung bleiben die behandelten Areale mindestens 4 Stunden erhöht lichtempfindlich. In dieser Zeit müssen Sie sie konsequent vor UV-Strahlung schützen.
  • Langfristiges Hautkrebsrisiko und HautalterungUV-Therapien können langfristig das Hautkrebsrisiko erhöhen und die Haut vorzeitig altern lassen. Wir steuern und begrenzen die Dosis deshalb ärztlich; in der Ganzkörperkabine decken Männer die Genitalien ab.
  • MedikamenteBestimmte Medikamente erhöhen die Lichtempfindlichkeit, zum Beispiel einige Antibiotika, Blutdruck- oder Beruhigungsmittel und Johanniskraut. Bitte informieren Sie uns über alle Präparate, die Sie einnehmen, auch über neu verordnete.
  • SchwangerschaftWährend einer PUVA-Therapie darf keine Schwangerschaft bestehen. Informieren Sie uns sofort über eine eingetretene Schwangerschaft und auch, wenn Sie stillen.
  • Systemische PUVANehmen Sie Psoralen ausnahmsweise als Tablette ein (systemische PUVA), tragen Sie am Behandlungstag ganztägig eine UV-Schutzbrille. Wir setzen vorrangig die Bade- und Creme-PUVA ein, bei der dieser Effekt geringer ist.
  • Nicht für jeden geeignetBei bestimmten lichtempfindlichen Erkrankungen (z. B. Lupus erythematodes, Porphyrie), erhöhtem Hautkrebsrisiko oder sehr hellem, UV-empfindlichem Hauttyp prüfen wir die Eignung vor Behandlungsbeginn.

Wann wir nicht behandeln

  • Lichtempfindliche Erkrankungen wie Lupus erythematodes oder Porphyrie (Einzelfallprüfung)
  • Erhöhtes Hautkrebsrisiko oder sehr heller, UV-empfindlicher Hauttyp (Einzelfallprüfung)
  • Schwangerschaft bei einer PUVA-Therapie

Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.

Vor- und Nachsorge

Vorbereitung

  • Tragen Sie vor der Behandlung keine Lichtschutzmittel und keine parfümierten Kosmetika (Parfum, Seife, Rasierwasser) auf die Haut auf.
  • Bringen Sie eine Liste aller Medikamente mit, die Sie einnehmen, auch pflanzliche Mittel wie Johanniskraut.

Nachsorge

  • Nach einer PUVA schützen Sie die behandelten Areale mindestens 4 Stunden konsequent vor UV-Strahlung; an PUVA-Behandlungstagen sind Sonnenbaden und Solarium strikt zu vermeiden.
  • Nach Abschluss der Behandlung bleiben Sie bitte langfristig in regelmäßiger hautärztlicher Kontrolle.

Kosten und Erstattung

Die Kostenübernahme hängt vom Verfahren und von der Diagnose ab.

Die ambulante Balneophototherapie erstatten private Krankenkassen grundsätzlich, gesetzliche Krankenkassen derzeit nur bei der Diagnose Schuppenflechte (Psoriasis).

Den Rahmen für Ihre Behandlung klären wir vorab mit Ihnen. TODO: Kostenübernahme der UV-Phototherapie (UVB, UVA/UVB, PUVA) durch gesetzliche und private Kassen bestätigen.

Unsere Lichttherapie-Verfahren

Folgende Verfahren bieten wir in der Praxis an:

  • UVA- und UVB-Ganzkörperphototherapie
  • Photochemotherapie (PUVA-Therapie)
  • UVA-, UVB- und PUVA-Hand- und Fußbestrahlungen
  • Balneophototherapie (Bade-Salz-Licht-Therapie)
  • Bade-PUVA-Therapie

Häufige Fragen

Häufig bei Schuppenflechte, Neurodermitis, chronischen Hand- und Fußekzemen, Sonnenallergien und bestimmten Formen von Juckreiz. Ob sie für Sie geeignet ist, entscheiden wir nach ärztlicher Untersuchung.

PUVA steht für die Vorbehandlung mit einem lichtsensibilisierenden Wirkstoff (Psoralen) und die anschließende UVA-Bestrahlung. Wir führen sie als Bade-PUVA (Wirkstoff im Badewasser) oder als Creme-PUVA (Einreiben der betroffenen Areale) durch. Ablauf, Zeitfenster und Regeln für den Behandlungstag finden Sie auf der Seite PUVA-Therapie.

Das hängt vom Verfahren und der Erkrankung ab: UVB meist drei- bis fünfmal, PUVA in der Anfangsphase etwa viermal pro Woche. Die Gesamtdauer beträgt zum Beispiel bei Schuppenflechte oft 6–8 Wochen und ist individuell verschieden.

Tragen Sie die UV-Schutzbrille, schützen Sie nach einer PUVA die behandelten Areale konsequent vor Licht, melden Sie neue Medikamente und verzichten Sie vorab auf parfümierte Kosmetika. Während einer PUVA-Therapie darf keine Schwangerschaft bestehen.

Das hängt vom Verfahren und der Diagnose ab. Die Balneophototherapie erstatten private Kassen in der Regel, gesetzliche Kassen derzeit nur bei der Diagnose Schuppenflechte. Den konkreten Rahmen klären wir mit Ihnen.

Dermatologie

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