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Dr. Nüchel
SelbstzahlerDurchführung: Ärztin/ArztÄsthetik

Seffhair (Eigenfett bei Haarausfall)

Fein aufbereitetes Eigenfett in der Kopfhaut soll das Umfeld geschwächter Haarwurzeln unterstützen.

  • Dauerca. 75–90 Min. pro Sitzung
  • Ausfallzeitmeist kurz (Schwellung, Druckgefühl)
  • Wirkdauerindividuell, Kontrolle nach ca. 3–6 Monaten
  • Betäubungörtliche Betäubung
  • Sitzungenindividuell, keine feste Zahl
  • Preisab 750 €
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Areale
Eingesetzte Technik

Was ist das?

Haarausfall hat viele Ursachen. Deshalb klären wir zuerst ärztlich ab, warum Ihr Haar dünner wird. Erst dann lässt sich beurteilen, ob eine Eigenfett-Therapie sinnvoll ist. Seffhair ist die Anwendung der SEFF-Eigenfett-Technologie an der Kopfhaut: Wir entnehmen körpereigenes Fettgewebe, bereiten es zu einem feinen Mikro-Eigenfett auf und injizieren es in die Kopfhaut.

Das Verfahren ersetzt keine Haare. Es soll das Umfeld der Haarfollikel unterstützen, also Durchblutung und Gewebe rund um die Haarwurzel. Seffhair ist eine regenerative, ergänzende Option. Häufig ergänzt sie die Eigenbluttherapie (PRP/PRF) oder die Mesotherapie der Kopfhaut. Die Studienlage ist begrenzt und uneinheitlich; Ergebnisse lassen sich nicht garantieren.

Für wen?

  • Anlagebedingter (androgenetischer) Haarausfall in frühen bis mittleren Stadien, nach ärztlicher Abklärung und gegebenenfalls begleitend zu einer ursächlichen Therapie
  • Diffus ausgedünntes Haar, wenn behandelbare Ursachen wie Eisenmangel, Schilddrüsen- oder Hormonstörungen abgeklärt und behandelt sind
  • Dünner werdender Scheitel oder Geheimratsecken bei noch vorhandenen, aber geschwächten Haarwurzeln
  • Wunsch nach einer körpereigenen Ergänzung zu Maßnahmen wie der Eigenbluttherapie (PRP/PRF)
  • Wunsch, konservative und minimal-invasive Optionen auszuschöpfen, bevor eine Haartransplantation infrage kommt
  • Realistische Erwartungen an ein Verfahren mit begrenzter Evidenz

Ablauf

  1. 1

    Beratung und Ursachenabklärung

    Wir erheben die Krankengeschichte, beurteilen Haar und Kopfhaut und grenzen die Form des Haarausfalls ab: anlagebedingt, diffus, kreisrund oder vernarbend. Bei Bedarf ergänzen wir eine Laboruntersuchung. Erst dann besprechen wir, ob Seffhair sinnvoll ist, und klären über Ablauf, Grenzen, Risiken und Kosten auf.

  2. 2

    Entnahme des Eigenfetts

    Ist die Behandlung sinnvoll, entnehmen wir in örtlicher Betäubung über eine Mini-Liposuktion mit feiner Kanüle eine kleine Menge Fettgewebe, meist am Bauch oder Oberschenkel. Vorher bereiten wir die Entnahmestelle mit einer Betäubungslösung vor.

  3. 3

    Aufbereitung zu Mikro-Eigenfett

    Das geschlossene System filtert das Fettgewebe und bereitet es mechanisch zu einem sehr feinen, gut injizierbaren Mikro-Eigenfett auf. Fremdstoffe kommen nicht hinzu.

  4. 4

    Injektion in die Kopfhaut

    Der Arzt bringt das Mikro-Eigenfett mit feinen Nadeln oder einer stumpfen Kanüle gleichmäßig in die ausgedünnten Areale ein. Die Kopfhaut ist vorher gereinigt und bei Bedarf betäubt. Anschließend versorgen und kühlen wir die Stellen.

  5. 5

    Verlaufskontrolle

    Regenerative Effekte brauchen Zeit. Wir beurteilen den Verlauf deshalb erst nach etwa drei bis sechs Monaten. Eine feste Sitzungszahl gibt es nicht; ob und wann eine weitere Sitzung sinnvoll ist, entscheiden wir dann gemeinsam.

Technologie oder Wirkstoff

Haare wachsen aus Haarfollikeln, kleinen Einstülpungen der Haut, in einem Zyklus aus Wachstums-, Übergangs- und Ruhephase. Ein kräftiges Haar braucht ein gut versorgtes Umfeld mit ausreichender Durchblutung, Nährstoffen und gesundem Gewebe. Bei vielen Formen des Haarausfalls verkleinern sich die Follikel (Miniaturisierung); das Haar wird feiner. Regenerative Verfahren setzen an diesem Umfeld an, nicht an einer Neubildung von Haaren.

Körpereigenes Fettgewebe enthält neben Fettzellen eine zell- und gefäßreiche Fraktion mit regenerativ aktiven Zellen und Botenstoffen. Wir entnehmen es über eine Mini-Liposuktion und bereiten es im geschlossenen System mechanisch zu feinem, dünnflüssigem Mikro-Eigenfett auf. So lässt es sich gleichmäßig in die dünne Kopfhaut injizieren. Weil nur körpereigene Zellen zum Einsatz kommen, ist das Risiko echter Unverträglichkeiten gering.

Entscheidend ist die ärztliche Einordnung. Neben dem häufigen anlagebedingten Haarausfall gibt es den diffusen Haarausfall (oft Folge von Mangelzuständen, Stress, Erkrankungen oder Medikamenten), den kreisrunden (immunvermittelten) und den vernarbenden Haarausfall mit dauerhaft zerstörten Follikeln. Diese Formen sprechen unterschiedlich auf regenerative Maßnahmen an, manche gar nicht. Eine Laboruntersuchung (Eisen, Ferritin, Schilddrüsen- und Hormonwerte) hilft, behandelbare Ursachen zu erkennen. Bei vernarbenden, entzündlichen oder internistischen Ursachen hat die ursächliche Behandlung Vorrang.

Was Sie realistisch erwarten können

  • Ein Effekt zeigt sich, wenn überhaupt, erst nach Monaten. Deshalb beurteilen wir den Verlauf nach etwa drei bis sechs Monaten, nicht früher.
  • Das Verfahren kann das Umfeld vorhandener, geschwächter Haarwurzeln unterstützen. Dauerhaft zerstörte Follikel, etwa bei vernarbendem Haarausfall, erreicht es nicht.
  • Einen Teil des eingebrachten Eigenfetts baut der Körper ab. Der Effekt kann geringer ausfallen als erhofft oder ausbleiben.
  • Seffhair ersetzt keine Behandlung der Ursache. Bei Mangelzuständen, Hormon- oder Schilddrüsenstörungen steht deren Therapie an erster Stelle.
  • Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.

Risiken und Nebenwirkungen

  • Schwellung, Rötung und Spannungsgefühl der KopfhautNach den Injektionen kann die Kopfhaut für Stunden bis Tage anschwellen, gerötet sein und spannen. Das ist häufig und klingt meist von selbst ab.
  • Blutergüsse (Hämatome)An Kopfhaut und Entnahmestelle sind blaue Flecken häufig. Sie verschwinden nach einigen Tagen. Blutverdünner und bestimmte Nahrungsergänzungsmittel verstärken die Neigung.
  • Beschwerden an der EntnahmestelleNach der Mini-Liposuktion sind an Bauch oder Oberschenkel Druckgefühl, Schwellung, Bluterguss oder Berührungsempfindlichkeit möglich. Sie bilden sich über Tage bis wenige Wochen zurück.
  • Unregelmäßigkeiten der EntnahmestelleSelten bleiben an der Entnahmestelle kleine Konturunregelmäßigkeiten, Verhärtungen oder Dellen. Meist sind sie vorübergehend; bestehen sie länger, beurteilen wir sie ärztlich.
  • Knötchen in der KopfhautAn den Injektionsstellen können sich vorübergehend tastbare Verhärtungen oder kleine Knötchen bilden. Sie gehen häufig von selbst zurück; bei Bedarf kontrollieren und behandeln wir sie.
  • InfektionenWie bei jeder Injektion können trotz steriler Arbeit Keime eindringen. Anzeichen sind zunehmende Rötung, Überwärmung, Schmerz oder Eiterbildung. Das ist selten, muss aber ärztlich behandelt werden; melden Sie sich bitte umgehend.
  • EmpfindlichkeitsstörungenAn Kopfhaut oder Entnahmestelle können vorübergehend Taubheit, Kribbeln oder erhöhte Empfindlichkeit auftreten.
  • Reaktionen auf die örtliche BetäubungSelten sind Kreislaufreaktionen oder, sehr selten, allergische Reaktionen auf das Betäubungsmittel möglich. Verträglichkeiten und Vorerkrankungen erfragen wir vorab.
  • Ausbleibender EffektDas Verfahren hat eine begrenzte Evidenz. Der gewünschte Effekt kann geringer ausfallen als erhofft oder ausbleiben; einen Teil des Eigenfetts baut der Körper ab.
  • Sehr seltene KomplikationenWie bei jedem kleinen Eingriff sind sehr selten ernstere Komplikationen möglich, etwa eine Gefäß- oder Nervenirritation, eine ausgeprägte Infektion oder allgemeine Reaktionen im Zusammenhang mit der Fettentnahme. Sorgfältige Technik und eine genaue Voruntersuchung halten diese Risiken klein.

Wann wir nicht behandeln

  • Schwangerschaft und Stillzeit; es fehlen ausreichende Sicherheitsdaten
  • Akute Infektionen, Entzündungen, offene oder nässende Hautstellen sowie aktive entzündliche Kopfhauterkrankungen
  • Vernarbender Haarausfall oder unklare Kopfhautbefunde ohne vorherige Abklärung; hier stehen Diagnostik und ursächliche Behandlung im Vordergrund
  • Nicht abgeklärte internistische, hormonelle oder mangelbedingte Ursachen, etwa Schilddrüsen- oder Eisenstoffwechselstörungen
  • Gerinnungsstörungen oder blutverdünnende Medikamente (Behandlung nur nach ärztlicher Rücksprache und Abwägung)
  • Aktive Autoimmunerkrankungen oder schwere chronische Erkrankungen (individuelle ärztliche Abwägung)
  • Bekannte Unverträglichkeit gegen das örtliche Betäubungsmittel
  • Akute oder schwer einstellbare Allgemeinerkrankungen, die gegen einen kleinen Eingriff sprechen
  • Unrealistische Erwartungen oder ein Behandlungswunsch ohne sinnvolle Indikation

Ergebnisse sind individuell und lassen sich nicht garantieren.

Vor- und Nachsorge

Vorbereitung

  • Bringen Sie Angaben zu Vorerkrankungen, Allergien, Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln mit; Vorbefunde oder Laborwerte zum Haarausfall sind hilfreich.
  • Setzen Sie blutverdünnende Medikamente oder gerinnungshemmende Schmerzmittel nie eigenmächtig ab. Besprechen Sie die Einnahme vorab mit uns und Ihrem behandelnden Arzt.
  • Fischöl, Vitamin E, Ginkgo und Alkohol erhöhen die Neigung zu Blutergüssen; ein zeitlicher Abstand ist sinnvoll.
  • Kommen Sie mit sauberer Kopfhaut und ungestyltem Haar, ohne Haarspray, Gel oder Öl.
  • Verzichten Sie in den Tagen vorher auf intensive Sonne und Solarium. Planen Sie vor wichtigen Anlässen einen Puffer ein, weil an Kopfhaut und Entnahmestelle einige Tage Schwellung oder Blutergüsse sichtbar sein können.

Nachsorge

  • Behandeln Sie die Kopfhaut in den ersten Tagen schonend: nicht kräftig reiben, kratzen oder massieren.
  • Halten Sie sich an unsere Vorgaben zur ersten Haarwäsche und verwenden Sie zunächst milde Produkte. Färbungen, chemische Behandlungen und aggressives Styling warten.
  • Verzichten Sie 24 bis 48 Stunden, nach Absprache auch länger, auf intensiven Sport, Sauna, Schwimmbad und sehr heiße Bäder.
  • Schützen Sie die Kopfhaut vor intensiver Sonne, etwa mit einer leichten, lockeren Kopfbedeckung, und meiden Sie das Solarium.
  • Schonen Sie die Entnahmestelle, kühlen Sie bei Bedarf vorsichtig und tragen Sie eine empfohlene Kompression wie besprochen.
  • Melden Sie sich umgehend bei zunehmenden Schmerzen, Schwellung mit Überwärmung, Rötung und Eiterbildung oder Fieber.
  • Nehmen Sie die Verlaufskontrolle nach etwa drei bis sechs Monaten wahr. Erst dann lässt sich das Ansprechen beurteilen.

Kosten und Erstattung

Seffhair ist eine privatärztliche Leistung. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ); gesetzliche Krankenkassen übernehmen regenerativ motivierte Behandlungen in der Regel nicht.

Richtwert laut Preisliste: 750 € pro Behandlung. Der Aufwand richtet sich nach Befund, Fläche, Sitzungszahl und kombinierten Verfahren; den genauen Betrag nennen wir vor der Behandlung.

Die ärztliche Beratung mit Hautanalyse (50 €) verrechnen wir bei einer anschließenden Behandlung. Die ärztliche Abklärung des Haarausfalls bieten wir in der Haarsprechstunde der Hautarztpraxis an.

Seffhair® (Eigenfett bei Haarausfall)
Seffhair® (Eigenfett bei Haarausfall)Richtwert
pro Behandlung750 €

Alle Preise sind Richtwerte zur ersten Orientierung. Die ärztliche Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ); der endgültige Betrag richtet sich nach dem individuellen Aufwand und wird vor der Behandlung mit Ihnen besprochen. Für Behandlungen ohne Listenpreis nennen wir Ihnen den Richtwert im Beratungsgespräch. Zur Preisliste

Wirkprinzip und Evidenz

Körpereigenes Fettgewebe ist in der regenerativen und ästhetischen Medizin in einigen Bereichen seit Jahren etabliert. Der Einsatz von Mikro-Eigenfett an der Kopfhaut bei Haarausfall ist dagegen vergleichsweise neu. Einzelne kleinere Studien geben Hinweise auf eine mögliche Unterstützung des Follikelumfelds; belastbare Langzeitdaten fehlen.

Die Aussagekraft dieser Daten ist begrenzt: Große, unabhängige Studien mit einheitlichen Messmethoden fehlen. Zudem kombinieren viele Anwender Eigenfett mit PRP/PRF oder Mesotherapie, was die Bewertung des einzelnen Verfahrens erschwert. Konkrete Erfolgsraten lassen sich nicht ableiten. Wir sehen Seffhair deshalb als ergänzende Option, die im Einzelfall zu prüfen ist, nicht als belegtes Standardverfahren.

Alternativen

Welche Maßnahme sinnvoll ist, hängt von der Ursache ab. Bei internistischen, hormonellen oder mangelbedingten sowie bei vernarbenden oder entzündlichen Ursachen hat deren Behandlung Vorrang.

Als regenerative Ergänzung oder Alternative kommen die Eigenbluttherapie (PRP/PRF) und die Mesotherapie der Kopfhaut infrage, bei fortgeschrittenem Haarausfall eine Haartransplantation. Für Volumen im Gesicht ist der Seffiller die verwandte Anwendung.

Quellen

  • AWMF-Leitlinienregister, unter anderem zu androgenetischem und kreisrundem Haarausfall
  • Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG), Empfehlungen zu Haar- und Kopfhauterkrankungen
  • TODO: konkrete Leitlinie oder Übersichtsarbeit zu regenerativen Verfahren (Eigenfett, PRP/PRF) bei Haarausfall benennen
  • Herstellerinformationen zur eingesetzten Eigenfett-Technologie (Seffiller/Seffhair)

Häufige Fragen

Entnahme und Injektion erfolgen in örtlicher Betäubung und sind in der Regel gut erträglich. Während der Injektionen spüren Sie Druck oder kurze Pikser, an der Entnahmestelle ein Ziehen. In den Tagen danach kann die Kopfhaut berührungsempfindlich sein.

Nein. Liegt dem Haarausfall ein Eisen- oder Vitaminmangel, eine Schilddrüsen- oder Hormonstörung, eine entzündliche Kopfhauterkrankung oder eine Medikamentenwirkung zugrunde, muss diese Ursache zuerst abgeklärt und behandelt werden. Seffhair kann allenfalls ergänzend unterstützen.

Eine feste Zahl gibt es nicht. Wir beurteilen den Verlauf nach etwa drei bis sechs Monaten und entscheiden dann gemeinsam, ob eine weitere Sitzung sinnvoll ist, allein oder kombiniert mit PRP/PRF oder Mesotherapie.

Ursachenabklärung, Entnahme, Aufbereitung und Injektion führt der Arzt durch. Der wichtigste Schritt ist die Abgrenzung der Haarausfall-Form, weil nicht jede für eine Eigenfett-Therapie geeignet ist.

Vor allem für den anlagebedingten Haarausfall in frühen bis mittleren Stadien und für diffus ausgedünntes Haar, sobald behandelbare Ursachen wie Eisenmangel oder Schilddrüsenstörungen abgeklärt und behandelt sind. Voraussetzung sind noch vorhandene, aber geschwächte Haarwurzeln. Beim kreisrunden und beim vernarbenden Haarausfall hat die Behandlung der Ursache Vorrang; dauerhaft zerstörte Follikel erreicht das Verfahren nicht.

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